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Ausschuss für Europa- und Bundesangelegenheiten, Justiz, Verfassung, Geschäftsordnung, Wahlprüfung und Immunitätsangelegenheiten

Europa- und Rechtsausschuss

Europa- und Rechtsausschuss, Fotos: Uwe Balewski


Der Europa- und Rechtsausschuss ist zuständig für Europa- und Bundesangelegenheiten, das Justizwesen im Lande, die Verfassung, die Geschäftsordnung, für die Wahlprüfung und für Immunitätsangelegenheiten.
Als Fachausschuss kontrolliert er die Regierungstätigkeit der Staatskanzlei im Hinblick auf die europapolitischen Aktivitäten des Landes und des Justizministeriums im Hinblick auf das Justizwesen einschließlich der Juristenausbildung, den Justizvollzug, die Sozialen Dienste, das Gnadenwesen, Verfassung und Recht.
Die Ausschussmitglieder sind zugleich Mitglieder des besonderen Ausschusses im Sinne der Landesverfassung, dem die Vorbereitung der Wahl der Mitglieder des Landesverfassungsgerichts obliegt.

Aktuelle Informationen

16. Mai 2012 - Anhörung

Europa- und Rechtsausschuss hört Verwaltungsrichter an - Austausch zur Zusammenfassung der Verwaltungsgerichte Greifswald und Schwerin an einem Standort

Anhörung - Vorstand der Vereinigung der Verwaltungsrichter im Land beim Europa- und Rechtsausschuss. Foto: Landtag M-V

Die aktuellen Vorüberlegungen, die beiden Verwaltungsgerichte des Landes aus Greifswald und Schwerin an einem Standort im Lande zusammenzufassen, waren Gegenstand einer Anhörung des Verein der Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichter im Lande Mecklenburg-Vorpommern, die der Ausschuss im Rahmen seiner 15. Sitzung am 16. Mai 2012 in Greifswald durchgeführt hat. Die angehörten Richterinnen und Richter kritisierten die Planungen als überraschend und unverständlich – das Land brauche zwei erstinstanzliche Verwaltungsgerichte.

Vorsitzender Detlef Müller erklärt nach der Anhörung: „Nachdem der Ausschuss bereits den Richterbund und die Neue Richtervereinigung angehört hatte, war es nur konsequent, nun auch die Vereinigung der Verwaltungsrichter zu hören. Die Diskussion hat deutlich gemacht, dass wir weiter im Gespräch bleiben müssen.“

16. Mai 2012 - 14. Sitzung

Europa- und Rechtsausschuss zu gemeinsamen Beratungen beim Landesverfassungsgericht

Europa- und Rechtsausschuss mit dem Landesverfassungsgericht im Greifswalder Sitzungssaal. Foto: Landtag-MV

Zu einer gemeinsamen Beratung hat der auch für die Vorbereitung der Wahl von Mitgliedern des Landesverfassungsgerichts zuständige Europa- und Rechtsausschuss heute das Gericht in Greifswald besucht. Im Rahmen der Gespräche wurden u.a. die derzeitige Auslastung sowie die personelle Situation des höchsten Gerichtes des Landes erörtert. In einem Ausblick hat die Gerichtspräsidentin Hannelore Kohl Planungen für die Durchführung eines Treffen der Präsidenten der deutschen Verfassungsgerichte vorgestellt, das im Jahre 2013 im Lande stattfinden soll.

Vorsitzender Detlef Müller äußert sich im Anschluss an die Sitzung: „Mit dem heutigen Besuch haben wir an die Tradition aus der vergangenen Wahlperiode angeknüpft. Es ist wichtig und richtig, dass der zuständige Ausschuss des Landtages das Gespräch mit dem Gericht gerade auch außerhalb von anhängigen Verfahren pflegt und die Ausschussmitglieder über die Situation informiert sind. Das müssen und werden wir fortsetzen.“

 

8. Mai 2012

Deutliche Worte des Verfassungsgerichtspräsidenten - Europaausschussvorsitzende der Landtage beraten in München

Treffen der für Europafragen zuständigen Ausschussvorsitzenden der Landesparlamente. Von links: AV Jörg Kubitzki, Thüringen; AVe Barbara Richstein, Brandenburg; Stv. AV Clemens Lammerskitten, Niedersachsen; AV Ralf Geisthardt, Sachsen-Anhalt; AVe Prof. Ursula Männle, Bayern; AV Bernd Voß, Schleswig-Holstein; AVe Martina Michels, Berlin; AV Detlef Müller, Mecklenburg-Vorpommern; Stv. AV Dieter Franz, Hessen. Foto: Bayerischer Landtag

Der Erfahrungsaustausch und die aktuelle und zukünftige Rolle der Europaausschüsse der Landtage standen am 7. Mai 2012 im Mittelpunkt von Beratungen der Vorsitzenden der für Europafragen zuständigen Ausschüsse. Auf Einladung der bayerischen Vorsitzenden, Frau Prof. Ursula Männle, wurde im Münchener Maximilianeum unter anderem deutlich, dass Baden-Württemberg mit einer Verfassungsänderung neue Wege beschritten hat. Dort ist die Landesregierung in bestimmten Fällen nun im Bundesrat an die Beschlüsse des Landtages gebunden – ein Novum in Deutschland. Dies entspricht einem Anliegen u. a. des aktuellen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle und seines Vorgängers Hans-Jürgen Papier. Zuletzt war es Voßkuhle, der am 25. April 2012 eine „Entmachtung der Landesparlamente im Rahmen föderaler Kompetenzverschiebungen“ in Richtung auf den Bund und Europa kritisiert und angemahnt hatte, es müsse „gewährleistet sein, dass die vom Landtag gebildete Meinung zu bestimmten EU-Vorhaben ihren Weg auf die EU-Ebene findet.“

Darüber hinaus wurde die Möglichkeit diskutiert, durch Anpassungen der Geschäftsordnung eine zeitnahe Reaktion der Parlamente in europäischen Angelegenheiten zu ermöglichen. Einzelne Parlamente sehen bereits in ihrer Geschäftsordnung vor, dass ein Ausschuss plenarersetzend tätig wird, falls eine Entscheidung des Plenums zeitlich nicht rechtzeitig erwirkt werden kann. „Das könnte eine Möglichkeit auch für unseren Landtag sein“, erklärt Vorsitzender Detlef Müller im Anschluss an die Münchener Beratungen.

18. April 2012

Präsidentin des Landesverfassungsgerichts zu Beratungen im Ausschuss - Ausschuss beendet Haushaltsberatungen

Hannelore Kohl, Präsidentin des Landesverfassungsgerichts, überreicht dem Vorsitzenden Detlef Müller den Haushaltsentwurf des Gerichts für die Jahre 2012 und 2013. Foto: Landtag M-V

In der heutigen Sitzung des Europa- und Rechtsausschusses hat die Präsidentin des Landesverfassungsgerichts, Frau Hannelore Kohl (im Bild mit dem Ausschussvorsitzenden Detlef Müller), den Haushaltsplanentwurf des höchsten Gerichts im Lande vorgestellt. Mit einem Zuwachs von unter 1% von 2011 auf 2012 bleiben die Ansätze im Wesentlichen unverändert. Der Ausschuss empfiehlt im Ergebnis der Beratungen einstimmig die unveränderte Annahme des Haushalts des Landesverfassungsgerichts.

Mehrheitlich empfiehlt der Ausschuss außerdem die unveränderte Annahme des Haushaltsplanentwurfes der Staatskanzlei und einvernehmlich die im Wesentlichen unveränderte Annahme des Haushaltsplanentwurfes des Justizministeriums. Damit sind die Haushaltsberatungen im Europa- und Rechtsausschuss abgeschlossen.

9. März 2012

Europa- und Rechtsausschuss befürwortet Beitritt des Landes zur Metropolregion Hamburg

Der Europa- und Rechtsausschuss befürwortet den Beitritt des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Staatsvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Land Niedersachsen und dem Land Schleswig-Holstein über die Finanzierung der Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg. Ziel ist eine auf Freiwilligkeit beruhende länder- und verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit der norddeutschen Partnerländer. Die Bildung grenzübergreifender Netzwerke und Strukturen der Zusammenarbeit in den Themenschwerpunkten Siedlungsentwicklung, Naturhaushalt, Wirtschaft, Bildung, Verkehr, Tourismus, Klimaschutz steht hierbei im Vordergrund.

Über die Empfehlung des Europa- und Rechtsausschusses wird der Landtag in seiner Sitzung am 14. März 2012 abstimmen.

Materialien: Beschlussempfehlung und Bericht des Europa- und Rechtsausschusses auf Drucksache 6/421.

8. März 2012

Neue Amtsgerichtsstruktur und Sicherungsverwahrung – Justizthemen im Fokus des Ausschusses

Am 7. März 2012 standen Justizthemen im Mittelpunkt der Sitzung des Europa- und Rechtsausschusses. Mit der Justizministerin wurden die Leitlinien für eine neue Struktur der Amtsgerichte im Lande erörtert und der zukünftige Umgang mit dem Thema „Sicherungsverwahrung“. Beim Thema „Sicherungsverwahrung“ waren zuletzt Gespräche über eine norddeutsche Zusammenarbeit gescheitert, das Land beabsichtigt nun, die baulichen Voraussetzungen selbst zu schaffen, um den Vorgabeneiner Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts entsprechen zu können. Hier gilt es, bis zum Mai 2013 die baulichen und sonstigen Voraussetzungen zu schaffen, um eine angemessene Behandlung von Sicherungsverwahrten sicherzustellen.

Zur neuen Amtsgerichtsstruktur: Die Ministerin beabsichtigt, einen Vorschlag für eine zukunftsfähige und effiziente Struktur der Amtsgerichtsbarkeit vorzulegen. Bis Mitte des Jahres solle ein erstes Gesamtkonzept entworfen werden, für den Dezember 2012 sei die Übermittlung eines entsprechenden Gesetzentwurfes an den Landtag geplant. Zur öffentlichen Diskussion um eine Vorfestlegung im Hinblick auf die Anzahl zukünftiger Gerichtsstandorte erklärte die Ministerin, dass in der Koalitionsvereinbarung für die 6. Wahlperiode vorgesehen sei, im Rahmen der Gerichtsstrukturreform die Gerichtsstandorte der Struktur der Kreisgebietsreform anzupassen. Es werde in einem transparenten Prozess, unter größtmöglicher Einbeziehung der verschiedenen Interessenvertreter nach optimalen Lösungen gesucht.

 

Bereits in der vorausgegangenen Sitzung am 29. Februar 2012 hatten Vertreter des Richterbundes Mecklenburg-Vorpommern und des Landesverbandes der Neuen Richtervereinigung im Rahmen einer nichtöffentlichen Anhörung starke Bedenken im Hinblick auf den angestrebten Umfang der Reduzierung von Amtsgerichten geäußert. Insbesondere wurde eine Vorfestlegung seitens des Justizministeriums im Hinblick auf eine bestimmte Zahl beklagt. Bei dem geplanten Abbau von Amtsgerichtsstandorten sei das Ziel vor die umfassende Analyse gestellt worden – man könne nicht mit dem Ergebnis bereits in die Reformüberlegungen einsteigen. Der Vorsitzende des Richterbundes Mecklenburg-Vorpommern sah mit dem Abbau der Strukturen im ländlichen Raum den Verfassungsgrundsatz, der jeder Bürgerin und jedem Bürgen den freien Zugang zu Gerichten garantiere, in Gefahr.

 

Ausschussvorsitzender Detlef Müller äußerte sich im Anschluss an die Sitzung: „Wichtig ist aus meiner Sicht, dass Justizaufgaben auch weiterhin bürgerfreundlich erfüllt werden können und dass die Wege zu den Gerichtsstandorten für die Bürgerinnen und Bürger zumutbar bleiben. Wir werden die weiteren Reformpläne daher aufmerksam verfolgen und uns von der Landesregierung kontinuierlich unterrichten lassen.“

22. Februar 2012

Besuch des dänischen Botschafters im Europa- und Rechtsausschuss

. Foto: Landatgsverwaltung

Der dänische Botschafter Per Poulsen-Hansen hat den Europa- und Rechtsausschuss in seiner gestrigen Sitzung über die Arbeitsschwerpunkte der dänischen EU-Ratspräsidentschaft informiert, die Dänemark zu Beginn des Jahres von Polen  für sechs Monate übernommen hat. Mit dem gewählten Motto „Europa bei der Arbeit“ möchte Dänemark unterstreichen, dass es sich als Arbeitspräsidentschaft sieht, deren zentrale Aufgabe darin liege, im ersten Halbjahr 2012 weitere, entscheidende Schritte zur Bewältigung der Schuldenkrise vorzunehmen und die notwendigen Lehren daraus zu ziehen, um das Vertrauen der Bürger in die europäische Politik zurückzugewinnen. Dabei setzt Dänemark, soweit möglich, weiterhin auf die Zusammenarbeit aller EU-Mitgliedstaaten bei der Neugestaltung Europas und möchte einer Fragmentierung der Europäischen Union entgegenwirken. Weitere Schwerpunkte sind die Förderung von Wachstum und Beschäftigung durch die Weiterentwicklung des Europäischen Binnenmarktes, die Unterstützung des Übergangs zu einer nachhaltigen, ökologische Gesichtspunkte berücksichtigenden Wirtschaft sowie die Stärkung der europäischen Zusammenarbeit, um Europas internationalen Einfluss in den Bereichen Sicherheit, Handel und Entwicklung zu wahren. 

Weiterhin auf der Tagesordnung des Europa- und Rechtsausschusses standen zwei Unterrichtungen über europäische und internationale Themen: die regelmäßig durchgeführte Unterrichtung der Staatskanzlei über aktuelle Entwicklungen in der Europapolitik mit besonderem Bezug zum Land sowie eine Unterrichtung durch den Maritimen Berichterstatter der Ostseeparlamentarierkonferenz, den Landtagsabgeordneten Jochen Schulte, zu den Themen „Integrierte Meerespolitik“ sowie „Nachhaltiges Wachstum und Energieeffizienz“ im Ostseeraum und über aktuelle Bezüge zur Landespolitik. Hervorgehoben wurde die Möglichkeit, mithilfe der Berichterstatter-Funktion im Auftrag der Parlamente der Ostseeanrainerstaaten Vernetzungsaktivitäten sowohl im Land als auch ostseeraumweit zu intensivieren und Landesanliegen auf europäischer Ebene zu transportieren. Außerdem befasste sich der Ausschuss mit dem Staatsvertrag zum Beitritt Mecklenburg-Vorpommerns zur Metropolregion Hamburg. 

27. Januar 2012

Ergebnisse der Beratungen des Europa- und Rechtsausschuss

In seiner 6. Sitzung am 25. Januar 2012 hat sich der Europa- und Rechtsausschuss mit folgenden Themen befasst:

-       Europäische Rechtsetzungsvorhaben: Hier ging es um einen Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit den Bemühungen um die Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Entwurf, der bei Verabschiedung auch in Deutschland unmittelbar geltendes Rechts wäre, sieht u.a. strikte Terminvorgaben für die Aufstellung und Verabschiedung öffentlicher Haushalte enthält: Am 15. Oktober sei der Entwurf des Haushalts für das Folgejahr vorzulegen und bis zum 31. Dezember zu beschließen.

 

-       Empfehlungen über die Beteiligung des Landtages an Verfassungsrechtsstreitigkeiten: In folgenden verfassungsrechtlichen Streitigkeiten empfiehlt der Ausschuss eine Stellungnahme des Landtages:

1. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald greift eine Regelung im Zusammenhang mit der Wahrnehmung von Aufgaben nach dem SGB II an: Das Land hat sich dazu entschieden, den Landkreisen vorzugeben, dass diese sich für das gesamte Kreisgebiet zwischen dem sog. Optionsmodell und der Gemeinschaftseinrichtung mit der Bundesagentur für Arbeit entscheiden. Der Landkreis möchte auf seinem Gebiet beide Modelle haben, also für einen bestimmten Teil des Kreisgebietes die sog. Hartz IV-Leistungen selbst betreuen und für einen anderen Teil des Kreisgebietes eine Gemeinschaftseinrichtung mit der Bundesagentur.

2. Eine Fraktion und ein Abgeordneter greifen die Neuregelung des Abgeordnetengesetzes an.

3. In einem weiteren Verfahren greift ein Abgeordneter das bereits am 1.1.2011 neu geregelte Wahlrecht mit der Befugnis der Wahlprüfungsausschüsse, die Bewerber für das Amt des Bürgermeister und des Landrats dahingehend zu überprüfen, ob sie die Gewähr dafür bieten, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten.

 

-       Immunitätsangelegenheiten: Der Ausschuss hat eine Empfehlung zur Aufhebung der Immunität eines Abgeordneten zur Durchführung eines Strafverfahrens erarbeitet.

18. Januar 2012

Europa- und Rechtsausschuss billigt Staatsvertrag zur elektronischen Fußfessel mit einer Änderung und empfiehlt Aufhebung der Immunität eines Abgeordneten

In seiner 5. Sitzung am 18. Januar 2012 hat der Europa- und Rechtsausschuss den Gesetzentwurf der Landesregierung Entwurf eines Gesetzes über den Beitritt zum Staatsvertrag über die Einrichtung einer Gemeinsamen elektronischen Überwachungsstelle der Länder auf Drucksache 6/29 mit einer Änderung gebilligt – die entsprechende Beschlussempfehlung wird in der nächsten Landtagssitzung beraten. Damit wird das Land in einer gemeinsamen Einrichtung mitarbeiten, die einige Bundesländer gegründet haben, um die Überwachung der Personen zu organisieren, die mit elektronischen Fußfesseln versehen wurden.

Außerdem empfiehlt der Ausschuss, einem Antrag des Amtsgerichtes Rostock zu entsprechen und die Genehmigung zur weiteren Durchführung eines Strafverfahrens gegen einen Landtagsabgeordneten zu erteilen. Auch diese Beschlussempfehlung wird Gegenstand der nächsten Landtagssitzung sein.

12. Dezember 2011

Europapolitische Schwerpunkte der Landespolitik

In seiner 4. Sitzung am 7. Dezember 2011 hat sich der Europa- und Rechtsausschuss durch den Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Reinhard Meyer, über die europapolitischen Schwerpunkte der Landesregierung für die 6. Wahlperiode unterrichten lassen. Der Ausbau und die Vertiefung der Zusammenarbeit im Ostseeraum soll besondere Priorität erhalten – hier werde die (Wieder-)Eröffnung eines Büros des Landes in einem der Ostseeanrainerstaaten geprüft. Verstärkt werden soll auch die Information über EU-Themen in der Öffentlichkeit, besonders bei der Jugend. Hierzu hat die Landesregierung gemeinsam mit der EU-Kommission besondere didaktische Konzepte entwickelt, ein „Europakoffer“ für Schulen soll ab Anfang 2012 Europa besonders anschaulich machen. Im Zentrum des Landesinteresses stehen außerdem die europäischen Vorschläge zur künftigen EU-Kohäsionspolitik und zur Gemeinsamen Agrarpolitik, die innerhalb der kommenden Wochen einer intensiven Bewertung durch die Landesregierung unterzogen werden sollen. Von erheblicher Bedeutung für die Landespolitik ist auch die Einbringung der Interessen des Landes beim künftigen Ausbau der transeuropäischen Verkehrsnetze. Auch das Thema erneuerbare Energien wird in der nahen Zukunft verstärkt im Fokus der europäischen Politik wie der Landespolitik stehen.

 

Vorsitzender Detlef Müller erklärte im Anschluss an die Sitzung: „Als vergleichsweise kleines Bundesland müssen wir uns bei der Europapolitik auf die Themen konzentrieren, die für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes von besonderer Bedeutung sind, und uns bei diesen gezielt engagieren. Neben der Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Ostseeraum ist dafür eine verstärkte Präsenz auch unserer Abgeordneten in Brüssel und die Abstimmung mit anderen Regionen in europäischen Gremien wie beispielsweise dem Ausschuss der Regionen wichtig, um unsere Landesinteressen voranzubringen und auf europäischer Ebene gehört zu werden. Die wichtige Rolle der Regionen in der europäischen Politik wird mittlerweile zunehmend gesehen und anerkannt; dies muss in Zukunft die regionalen Parlamente noch stärker als bisher einschließen.“

 

30.November 2011

Schwerpunkte der Justizpolitik und gewalttätige Ausschreitungen bei Fußballspielen

In der heutigen Sitzung des Europa- und Rechtsausschusses hat die Justizministerin ihre Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Jahre vorgestellt. Der Ausschussvorsitzende Detlef Müller fasst zusammen: „Die Reform der Gerichtsstruktur – insbesondere die Zahl und der Sitz der Gerichte - wird uns in den kommenden Jahren mit einer ganzen Reihe von Fragen konfrontieren, die für die Menschen im Lande von Bedeutung sind. Es wird hier um eine ausgewogene Lösung gehen und darum, die Justiz auch in der Fläche präsent zu halten. Angestrebt wird seitens der Ministerin, bis Anfang 2013 einen Gesetzentwurf vorzulegen. Eine weitere Herausforderung wird es sein, die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Sicherungsverwahrung im Lande umzusetzen. Die Zeit läuft – wird bis 31. Mai 2013 keine neue gesetzliche Grundlage geschaffen, droht die Freilassung einer Reihe von rückgefallgefährdeten Straftätern.“ Zu einem weiteren Tagesordnungspunkt berichtete die Ministerin über die strafrechtliche Aufarbeitung von gewalttätigen Ausschreitungen bei Fußballspielen in Mecklenburg-Vorpommern. In der Regel seien bei allen Heimspielen des FC Hansa Rostock zwei Staatsanwälte mit im Stadion, um die Möglichkeiten des Strafprozessrechts auch zeitnah zu nutzen, so die Ministerin. Daran werde festgehalten.

24. November 2011

Zwanzig Jahre Richterbund in Mecklenburg-Vorpommern

Anlässlich des Festaktes „20 Jahre Richterbund in den neuen Bundesländern“  erklärt der Vorsitzende des Europa- und Rechtsausschusses im Schweriner Landtag, Detlef Müller am 24. November 2011: „Die zwanzigjährige Geschichte des Deutschen Richterbundes in Mecklenburg-Vorpommern ist insgesamt eng verbunden mit dem Neubeginn der Justiz nach der Wende. Wir alle wollen, dass die Rechtsprechung angenommen wird – nur dann können Streitigkeiten wirklich beigelegt werden. Das funktioniert vor allem, wenn eine Richterschaft die Probleme vor Ort kennt. Und das ist bei unserer Richterschaft der Fall: Die vergangenen zwei Jahrzehnte sind eine Erfolgsgeschichte und eine enorme Aufbauleistung, die Richter mit Ost- und mit Westbiografie gemeinsam geschafft haben. Auch unser Ministerpräsident hat zunächst als Richter bei uns gearbeitet: eine echte Erfolgsgeschichte.“

24. November 2011

Änderung der Tagesordnung

Auf Antrag der Fraktion der SPD wird sich der Europa- und Rechtsausschuss in seiner 3. Sitzung am kommenden Mittwoch, 30.11.2011 durch das Justizministerium über die strafrechtliche Aufarbeitung von gewalttätigen Ausschreitungen bei Fußballspielen in Mecklenburg-Vorpommern unterrichten lassen. (Änderung der Tagesordnung)

 

16. November 2011

Gesetzentwurf zur elektronischen Überwachung rückfallgefährdeter Straftäter in den Europa- und Rechtsausschuss überwiesen

In seiner 3. Sitzung am 16. November 2011 hat der Landtag den Gesetzentwurf der Landesregierung über den Beitritt zum Staatsvertrag über die Einrichtung einer Gemeinsamen elektronischen Überwachungsstelle der Länder in den Europa- und Rechtsausschuss überwiesen.

Die elektronische Überwachung des Aufenthalts von Straftätern ist ein Instrument, um den Schutz der Bevölkerung vor rückfallgefährdeten Straftätern – in Ergänzung zu anderen Maßnahmen – zu verbessern. Für die elektronische Aufenthaltsüberwachung als Maßnahme der so genannten Führungsaufsicht sind die Länder zuständig. Die Länder haben sich dazu verständigt, eine Gemeinsame elektronische Überwachungsstelle der Länder zu gründen, um die bundesweite Zusammenarbeit in diesem Bereich zu ermöglichen und zu verbessern, diese wirtschaftlich und kostengünstig zu gestalten.

Mecklenburg-Vorpommern will sich an einer Gemeinsamen elektronischen Überwachungsstelle der Länder beteiligen. Dazu ist die Zustimmung des Landtages erforderlich. Der Europa- und Rechtsausschuss hat nun den Auftrag, hierzu einen Beschlussvorschlag zu erarbeiten.

 

09. November 2011 - Ausschuss empfiehlt Beteiligung an Rechtsstreit

Landtag soll vor dem Landesverfassungsgericht Stellung nehmen

In seiner 2. Sitzung am 9. November 2011 hat sich der Europa- und Rechtsausschuss mit einem Beschwerdeverfahren vor dem Landesverfassungsgericht auseinander gesetzt. Eingeleitet durch die Stadt Parchim geht es um Folgewirkungen der Kreisgebietsreform. Ein Teil der von den neuen Landkreisen als Rechtsnachfolger zu tragenden Schulden der alten Landkreise – die so genannten Altfehlbeträge – sollen auf die Städte und Gemeinden aus den alten Landkreisen umgelegt werden.

Vorsitzender Detlef Müller äußert sich im Anschluss an die Sitzung: „Unsere Empfehlung ist, dass sich der Landtag an dem Verfahren mit einer Stellungnahme beteiligt und die Verfassungsgemäßheit der in der vergangenen Wahlperiode beschlossenen Regelung dem Gericht näher erläutert. Wir sollten damit – wie die beschwerdeführende Stadt Parchim das auch getan hat – einen Verfahrensbevollmächtigten bestellen. Grundsätzlich gilt: Die neuen Landkreise sind nicht im luftleeren Raum entstanden. Laut Gesetz gehen die Schulden der alten Landkreise auf die neuen über. Nicht absehbar ist derzeit allerdings, ob die Städte und Gemeinden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu den alten Landkreisen tatsächlich zu der von Parchim angegriffenen Umlage herangezogen werden.“

. Foto: Uwe Balewski

Europa- und Rechtsausschuss der 6. Wahlperiode konstituiert

In seiner ersten und konstituierenden Sitzung der 6. Wahlperiode hat heute, am 2. November 2011, die erste Vizepräsidentin des Landtages, Frau Beate Schlupp, den Ausschuss für Europa- und Bundesangelegenheiten, Jusitz, Verfassung, Geschäftsordnung, Wahlprüfung und Immunitätsangelegenheiten konstituiert.

Den Ausschussvorsitz hat auf Vorschlag der Fraktion der SPD der Abgeordnete Detlef Müller übernommen, stellvertretende Vorsitzende ist die Abgeordnete Stefanie Drese, ebenfalls Fraktion der SPD.

 

 

 

Informationen aus der 5. Wahlperiode

Während der Sitzung des Europa- und Rechtsausschusses bei den Stadtwerken Ludwigslust-Grabow . Foto: Landtag M-V

Europa- und Rechtsausschuss vor Ort: Ludwigsluster Energiewende

Unter dem Vorsitz des Ludwigsluster Abgeordneten Detlef Müller informierte sich der Europa- und Rechtsausschuss am 22. Juni bei den örtlichen Stadtwerken über die „Ludwigsluster Energiewende“. Im Mittelpunkt der Beratungen stand ein Vortrag des Geschäftsführers Wulf-Peter Bosecke über das von ihm geleitete Unternehmen und die Stromerzeugung in Europa, Deutschland und der Region. Vorsitzender Detlef Müller fasst im Anschluss die Veranstaltung zusammen: „Wichtig war dem Europaausschuss, ein konkretes Beispiel dafür zu erleben, was die europa- und bundespolitischen Vorgaben zur Zukunft der Energiepolitik vor Ort bei uns im Land bedeuten. Und da sind wir nach meiner Einschätzung gut aufgestellt. Ich kann mir vorstellen, dass wir in den kommenden Jahren dahin kommen, dass wir zu bestimmten Zeiten mehr Strom aus der Region in die Netze einspeisen als wir entnehmen: Das wäre eine wirkliche Energiewende. Der Weg zum Stromexporteur ist allerdings nicht einfach, er setzt Investitionen auch unserer Bürgerinnen und Bürger voraus – Investitionen, die sich konkret auszahlen, wenn wir als Politiker die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Daran werden wir arbeiten.“

Europäische Fahnen vor dem EU-Parlament in Brüssel. In seiner letzten Sitzung hat sich der Landtag eindrucksvoll zu Europa bekannt. Foto: Landtag M-V

Europapolitische Aktivitäten des Landtages

Landtag bekennt sich zu seiner europäischen Integrationsverantwortung

In zwei aktuellen Beschlüssen hat sich der Landtag entsprechend zweier Empfehlungen des Europa- und Rechtsausschuss sich zum Umgang mit Angelegenheiten der Europäischen Union geäußert. In seiner Beschlussempfehlung auf Drucksache 5/4438 empfahl der Europa- und Rechtsausschusses dem Landtag die Zustimmung zu drei Unterrichtungen der Präsidentin des Landtages über die Erklärungen einer Sonderpräsidentenkonferenz 2009 sowie zu den Präsidentenkonferenzen 2010 und 2011. Darin bringen die Präsidentinnen und Präsidenten der beteiligten Parlamente zum Ausdruck, dass sie eine stärkere Mitwirkung der Landesparlamente in Angelegenheiten der Europäischen Union für ein notwendiges und unverzichtbares Element eines bürgernahen, demokratischen Europas halten und fordern die Sicherstellung ihrer Beteiligungsrechte an den europäischen Entscheidungsprozessen durch entsprechende landesrechtliche Regelungen. In seiner Berichterstattung in der heutigen 126. Landtagssitzung erklärte der Vorsitzende des Europa- und Rechtsausschusses, Detlef Müller: „Den Landtagen kommt im Zusammenhang mit der Europäischen Einigung eine wichtige Funktion dabei zu, europäische Inhalte für die Bürger nachvollziehbar zu machen und den Interessen der Bürger unseres Landes auf europäischer Ebene Gehör zu verschaffen. Wichtig ist mir außerdem, dass wir erkennen, welche Bedeutung unsere eigene Mitwirkung für die weitere Ausgestaltung der Europäischen Integration hat und inwieweit wir die Entwicklung zu einem demokratischeren Europa selbst mit in der Hand haben.“ Der Ausschuss hatte der Beschlussempfehlung mehrheitlich zugestimmt. Ein Antrag der Fraktion DIE LINKE auf Drucksache 5/2785, mit dem diese bestimmte Einzelaspekte aus einer Erklärung der Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der deutschen Landesparlamente hervorheben wollte, wurde von der Ausschussmehrheit abgelehnt. Der Landtag hat die Beschlussempfehlung in seiner Sitzung am 30. Juni 2011 angenommen. In einer weiteren Beschlussempfehlung auf Drucksache 5/4437 hob der Europa- und Rechtsausschuss die Unterrichtung der Landesregierung über Europapolitische Schwerpunkte des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011 - Auswertung des Legislativ- und Arbeitsprogramms 2011 der Europäischen Kommission - als wichtige Grundlage für die Beobachtung von Entwicklungen in der Europapolitik und gegebenenfalls daran anknüpfende Maßnahmen des Landtages hervor. Im Hinblick auf eine effizientere Wahrnehmung landespolitischer Interessen auf europäischer Ebene wird dem Landtag der 6. Wahlperiode empfohlen, das Verfahren der Beratung von EU-Rechtsetzungsdokumenten im Rahmen des Subsidiaritätsfrühwarnsystems in Zukunft noch stärker als bisher an den europapolitischen Schwerpunkten des Landes gemäß den regelmäßigen Unterrichtungen zur Auswertung des jährlichen Legislativ- und Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission seitens der Landesregierung und der Beschlussfassung des Landtages hierzu sowie zu anderen europapolitischen Themen auszurichten. Die Beschlussempfehlung wurde vom Ausschuss mehrheitlich mit den Stimmen der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und der FDP gegen die Stimme der Fraktion der NPD angenommen. Auch dieser Beschlussempfehlung hat der Landtag am 30. Juni zugestimmt

Aktuelles

Öffentliche Anhörung am 4. Mai 2011 - "Schuldenbremse"

Gesetzentwurf der Fraktionen der SPD und CDU
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- Drucksache 5/4192 -

Stellungnahmen

Prof. Dr. Haede, Lehrstuhl für öffentliches Recht, Europa- Universtät Viadrina Frankfurt (Oder),

Prof. Dr. Stefan Korioth, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Kirchenrecht, Ludwig-Maximilians-Universität München,

Prof. Dr. Thomas Lenk, Institut für Öffentliche Finanzen und Public Management, Universität Leipzig,

Dr. Thomas Klischan, Hauptgeschäftsführung der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern,

Uwe Karsten, Vorsitzender Landesverband Bund der Steuerzahler Mecklenburg-Vorpommern, (Teil 1 und Teil 2)

Michael Thomalla, Geschäftsführer Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern e. V., (Teil 1 und Teil 2)

Jan Peter Schröder, Geschäftsführer Landkreistag Mecklenburg-Vorpommern,

Prof. Dr. Hans-Günter Hennecke, Geschäftsführendes Präsidialmitglied Deutscher Landkreistag e. V.

 

Die nächste Beratung dieses Gesetzentwurfes findet am 1. Juni 2011 statt.

„Schuldenbremse“ im Fokus von Parlamentariern und Sachverständigen

Anhörung des Ausschusses zur Verfassungsänderung

Am 4. Mai 2011 führte der Europa- und Rechtsausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern eine Anhörung zur so genannten „Schuldenbremse“ durch. Hierbei handelt es sich um einen „Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung der Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ auf Drucksache 5/4192. Der Gesetzentwurf wurde in der 116. Sitzung des Landtages am 16. März 2011 zur Federführung an den Europa- und Rechtsausschuss und zur Mitberatung an den Innen- und an den Finanzausschuss überwiesen. Die meisten der externen Sachverständigen begrüßten den Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU. Jedoch machten sie auch deutlich, dass noch Nachjustierungen nötig seien. Die Einführung einer Verschuldungsgrenze sei für Bund und Länder als auch für die Kommunen der richtige Ansatz und das richtige Ziel, Neuverschuldungen zu vermeiden. Der Landesverband der Bund der Steuerzahler, der Städte- und Gemeindetag M-V sowie der Landkreistag M-V bewerten die „Schuldenbremse“ als grundsätzlich positiv. Jedoch sei die Landesverfassung durch bestimmte Regelungen zu ergänzen, durch die den Gemeinden und Gemeindeverbänden ein Mindestmaß an finanzieller Ausstattung garantiert werde. Von enormer Bedeutung sei außerdem, dass es keine Lastenverschiebung auf Nebenhaushalte oder auf die kommunale Ebene geben werde, so die Sachverständigen. Die Stellungnahmen der Sachverständigen zu diesem Gesetzentwurf finden Sie unter diesem Artikel.

Der Antrag der Fraktion DIE LINKE wurde vom Plenum abgelehnt. . Foto: Landtag M-V

Aus dem Plenum

Ja zum stärkeren Datenschutz auf europäischer Ebene ?!

Der Datenschutz ist wichtig – darin waren sich alle Fraktionen im Landtag einig. Dass ein umfassender Datenschutz nur über Vereinbarungen und Regelungen auf europäischer Ebene wirklich wirksam ist - auch darin waren sich die Fraktionen in der 126. Sitzung des Landtages einig. Dennoch wurde der Antrag der Fraktion DIE LINKE „Ja zur Stärkung des Datenschutzes auf europäischer Ebene“ mit der Mehrheit im Plenum entsprechend der Beschlussempfehlung des Europa- und Rechtsausschusses abgelehnt. Grund hierfür war, dass das entsprechende Konsultationsverfahren, das die Europäische Union durchgeführt hat, bereits am 15. Januar 2011 abgeschlossen wurde. Eine Stellungnahme des Landtages sei verspätet und daher nicht mehr erforderlich, so die Mehrheit. Zudem habe sich das Land in das Verfahren auf europäischer Ebene eingebracht, da eine gemeinsame Stellungnahme des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und der Landesbeauftragten für Datenschutz rechtzeitig eingegangen ist. Das Fazit lautet also: „Ja“ zur Stärkung des europäischen Datenschutzes – „Nein“ zu einem Antrag, den die Mehrheit für nicht mehr erforderlich hält.

Arbeitsbesuch des Europaausschuss des Landtages in Finnland

Die Mitglieder des Europa- und Rechtsausschusses vor dem finnischem Parlament.. Foto: G. Strätker

Der Europa- und Rechtsausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern kehrt heute (27. Mai 2011) von einem Arbeitsbesuch aus Finnland zurück. Im Mittelpunkt der fünftägigen Reise standen Beratungen in Turku, der Hauptstadt der Partnerregion Südwestfinnland, sowie in der Landeshauptstadt Helsinki. Inhaltlich reichten die beratenen Themen von der EU-Ostseestrategie, dem Einsatz erneuerbarer Energien und schwefelarmer Schiffstreibstoffe bis hin zur Verkehrsüberwachung und zum verpflichtenden Einsatz von Lotsen auf der Ostsee.

 

Der Vorsitzende des Ausschusses, Detlef Müller, zieht zum Abschluss des Arbeitsbesuchs in Finnland folgendes Fazit:

„Wichtig war es uns, die seit 10 Jahren existierende Partnerschaft mit der Region Südwestfinnland um eine parlamentarische Dimension zu erweitern. Dazu ist das Jahr 2011, in dem die Hauptstadt Turku europäische Kulturhauptstadt ist, besonders geeignet. Eine Reihe von Themen konnten wir zudem in Gesprächen mit Abgeordneten des nationalen finnischen Parlaments vertiefen. Obwohl die Koalitionsbildung in Finnland nach dem überraschenden Erfolg einer europaskeptischen Partei noch nicht abgeschlossen ist, zeichnet sich ab, dass sich unser wechselseitig gutes Verhältnis stabil weiterentwickeln wird. Ende August wird das finnische Parlament zudem zu einer ostseeweiten Konferenz nach Helsinki einladen. Entsprechend der Breite unserer Zuständigkeit haben wir zudem intensive Beratungen mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Partner in Helsinki durchgeführt, so zum Beispiel mit Vertretern des finnischen Justizministeriums, dem Eigentümer von Finnlines - der zur europa- und weltweit operierenden Grimaldi-Gruppe gehörenden Fährgesellschaft, dem Leiter der maritimen Sicherheit in Finnland und der zwischenstaatlichen Umweltorganisation HELCOM. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unseren Gesprächen gut drei Monate vor unserer Landtagswahl eine gute Grundlage gelegt haben, an die der kommende Landtag anknüpfen kann und sollte.“

Gremien

Ausschuss

Mitglieder

Georg Strätker

Kontakt

Landtag Mecklenburg-Vorpommern
Sekretariat des Europa- und Rechtsausschusses sowie
Internationale Angelegenheiten
des Landtages
Lennéstraße 1
19053 Schwerin

fon: + 49 (0) 385 525-1530
fax:  + 49 (0) 385 525-1535

europaausschuss@landtag-mv.de 

Der Leiter des Ausschusssekretariates:
Georg Strätker