Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Direkt zum Hauptinhalt dieser Seite.Zum Randinhalt dieser Seite.

zum Seitenanfang zum Seitenanfang
Zur Ticker Übersicht
17.10.2020, 10:09 Uhr

Sturmtief verzögert Küstenschutzarbeiten im Seebad Lubmin

Lubmin (dpa/mv) - Wegen der ersten Sturmflut dieses Herbstes verzögern sich im vorpommerschen Seebad Lubmin die im Vorjahr begonnenen Küstenschutzarbeiten. Bis zum 14. Oktober lagen sie im Zeitplan, wie Lubmins ehrenamtlicher Bürgermeister Axel Vogt (CDU) sagte. Dann kam das Sturmtief Gisela mit Hochwasser: «Einige 1000 Kubikmeter Sand sind weggespült worden», sagte er. Die neuangelegte Düne müsse repariert werden. Am Strand müsse Sand in mindestens fünfstelliger Kubikmeterzahl neu aufgespült werden. Das habe eine Begehung mit Mitarbeitern des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) und der Baufirmen ergeben.

Die Küste von Lubmin hat Vogt zufolge bei Sturmfluten stets die höchsten Pegelstände an der Ostseeküste. Der Sturm drücke das Wasser in den Greifswalder Bodden wie in einen Sack, erläuterte er. Von dort könne es nur durch den Strelasund und das Flüsschen Ryck wieder abfließen. Der Ryck sei zum Schutz von Greifswald durch ein Sperrwerk geschlossen worden. Hinzu komme eine steigende Zahl von Sturmfluten. «In vier Jahren vier Sturmfluten. Diese Häufigkeit habe ich bisher nicht gekannt», sagte Vogt, der aus der Region stammt und seit 1990 in Lubmin lebt.

Wegen der besonderen Lage sind bei Lubmin die Dünen auf knapp zwei Kilometern durch einen sogenannten Geotextilwall verstärkt worden. Das heißt, rund 34 000 mit Sand gefüllte Bigbags wurden aufgetürmt, mit Sand bedeckt und mit Strandhafer bepflanzt. Dieser Wall sei beim jüngsten Sturmtief nicht beschädigt worden, sagte Vogt. Es habe sich aber herausgestellt, dass der Dünenfuß erhöht werden müsse. Auch der von der Gemeinde angelegte Uferweg aus Holz sei unbeschädigt.

Der Bürgermeister rechnet damit, dass die Arbeiten am Strand vor Weihnachten abgeschlossen sein werden. Früheren Angaben des StALU zufolge sollten die Baukosten bei 2,6 Millionen Euro liegen. Sie werden zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent vom Land getragen.