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"Wind of Change - Wir bringen Chaos in die Ordnung"

Jugend im Landtag 2018

"Jugend im Landtag" wurde volljährig! Genau vor 18 Jahren starteten Landtag und Landesjugendring ihr gemeinsames Jugend-Beteiligungsprojekt. Vom 25.- 28. September 2018 waren rund 80 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren vier Tage im Landtag, um zu den Themenfeldern Zukunftsland MV, Schule, Europa und Gleichstellung, Medienbildung/Digitalisierung und Kreativer Protest miteinander arbeiten, Ideen für ein jugendgerechteres Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln und diese mit den Landtagsabgeordneten zu diskutieren.

Folgende Themenfelder standen auf der Agenda:

  • Schule: Mehr als Gymnasium?!
  • Gehen oder Bleiben - Zukunftsland MV
  • Europa und Gleichstellung
  • Kreativer Protest - Jugend besetzt den Landtag
  • Medienbildung und Digitalisierung

JiL 2018 wurde am 25. September, 12.15 Uhr im Plenarsaal des Schweriner Schlosses durch Landtags-Vizepräsidentin Beate Schlupp und Sozialministerin Stefanie Drese eröffnet.

Infos zum Programm, den Workshops und dem entwickelten Jugend-Grundsatzprogramm für M-V gibt es unter
www.jugend-im-landtag.de

JiL-2018_Jugendgrundsatzprogramm

Den Jugendlichen des Orga-Teams konnte man auch auf Instagram (jugendimlandtag, #jil18 folgen. Schon seit Mitte Juni gab es hier täglich neue #jil18-Posts.

Infos zu "JiL 2016" gibt es hier

Für Beteiligung und Mitsprache

Jugend fragt nach 2017

„Besonders vor Wahlen, wie jetzt vor der Bundestagswahl, wird VORSORGE großgeschrieben. Die sogenannte „Politikverdrossenheit“ ist nicht nur bei älteren Menschen zu bemerken, sondern auch bei Jugendlichen. Die jungen Menschen, die sich aktuell im Landtag aufhalten, sind davon jedoch nicht betroffen. Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, die Einladung zum Dialog anzunehmen, um der Politikverdrossenheit vorzubeugen.“

Dies war zu lesen in der LANDTAGS-ZEITUNG, die anlässlich des Beteiligungsprojektes „Jugend fragt nach“ in einer Sonderausgabe im Schweriner Schloss verteilt wurde. In der Redaktion junge Leute, die mit rund 40 Gleichgesinnten vom 26. bis 29. Juni im Landtag nachfragten, was aus ihrem Jugendregierungsprogramm geworden ist, das sie vor einem Jahr bei „Jugend im Landtag“ erarbeitet und den Abgeordneten präsentiert hatten.

Ja, die Einladung zum Dialog wurde angenommen. Bereits bei der Eröffnung am Montag waren zwölf Abgeordnete von SPD, CDU und DIE LINKE dabei. „Was gibt es Besseres, als über die Zukunft mit denjenigen zu reden, die die Zukunft gestalten werden!“, sagte Sozialausschuss-Vorsitzender Torsten Koplin bei der offiziellen Begrüßung. Das dies keine Floskel war, zeigte sich auch bei der Ergebnispräsentation am Mittwoch: trotz paralleler Ausschuss-Beratungen waren vierzehn Parlamentarier dabei und diskutierten mit den Jugendlichen deren Forderungen. Diese waren zuvor in den drei Workshops erarbeitet worden:

  • Europa der Jugend
  • Peaceful World?! – Peaceful MV?!
  • Jugendbeteiligung und kreativer Protest

 Zusätzlich gab es die Möglichkeit, in einem Open Space weitere Themen zu diskutieren, wie zum Beispiel Schule und (neue) Medien und eine frühzeitige Erziehung zu Toleranz gegenüber allen Lebensstilen.

Für alle Teilnehmenden waren die Diskussionen mit den Abgeordneten mit am wichtigsten. Klar, dabei ging es auch um das gegenseitige Kennenlernen, um den Meinungsaustausch – aber vor allem um konkrete Ergebnisse und Verabredungen für die Umsetzung von Ideen. Deshalb mussten die Wünsche und Forderungen aus den Workshops zunächst fünf Hürden in Form von Fragen nehmen, die gemeinsam mit den Abgeordneten beantwortet wurden:

  1. Ist diese Idee gut für Jugendliche?
  2. Ist die Umsetzung rechtlich erlaubt?
  3. Finden wir für diese Idee ausreichend Verbündete/Unterstützer?
  4. Betrifft diese Idee die Landespolitik?
  5. Kann diese Idee finanziert werden?

Ideen und Forderungen, bei denen Jugendliche und Abgeordnete sich nicht bei jeder dieser Fragen auf ein „Ja“ einigen konnten, wurden bei der gemeinsamen Suche nach Umsetzungsmöglichkeiten nicht berücksichtigt.

Diese Forderungen von Jfn schafften den Sprung „ins Finale“:

  • Wählen ab 16
  • Umfassende Barrierefreiheit im ÖPNV (auch Überlandbusse, Bahnhöfe etc.)
  • mehr Geld für Schulen
  • mehr Kulturaustauschveranstaltungen Deutschland – Polen
  • mehr Schulausflüge zwischen M-V und Polen
  • „Jugend im Landtag“ auf europäische Jugendliche und Europapolitik erweitern
  •  EU-Workshops in der Schule
  • Bessere politische Bildung in der Schule
  • Erstellen einer digitalen Interaktiven Beteiligungslandkarte
  • Schule und Medien: Alle Schulformen werden gleichberechtigt mit geschultem Personal und Technik ausgestattet.
  • gleichwertige (diskriminierungsfreie) Berücksichtigung aller Lebensstile/-modelle im pädagogischen Alltag ab der Kita
  • In einem zweiten Schritt erarbeiteten die Jugendlichen und Abgeordneten dann gemeinsam konkrete Verabredungen und Umsetzungsideen.

„Ich hatte das Gefühl ernst genommen zu werden und einen guten Eindruck bekommen zu haben, was in der Macht der PolitikerInnen liegt“, sagte ein Teilnehmer im Rückblick auf Jfn.

Hier gibt´s ein Video von Jfn 2017

Interessen bündeln und gemeinsam vertreten

Generationen-Dialog 2017

Junge Ideen sind oft auch für Ältere interessant und hilfreich. Und umgekehrt haben auch ältere Menschen tolle Ideen, wie MV für alle Generationen attraktiver werden kann. Deshalb gab es im Anschluss an „Jugend fragt nach“ am 29. Juni 2017 zum zweiten Mal einen Generationen-Dialog.

Teilnehmende von „Jfn“ und Vertreterinnen und Vertreter des Altenparlaments haben dabei ihre Ideen und Forderungen verglichen, gemeinsame Forderungen erarbeitet und diese mit Landtagsabgeordneten diskutiert. Diese Themen standen dabei im Fokus:

  • Gesundheit
  • Generationengerechtigkeit
  • Zusammenleben von Jung und Alt in den Regionen fördern
  • Daseinsvorsorge im ländlichen Raum/(digitale) Mobilität
  • Beteiligung an politischen Entscheidungen

Auch hier wurden Verabredungen zur Umsetzung von Ideen und Forderungen getroffen. Eine Idee beispielsweise ist, Telefonzentralen in ländlichen Regionen einzurichten, um freiwillige Hilfe vor Ort für Personen zu organisieren, die Unterstützung oder Hilfe benötigen. In Schulen soll es Projekttage zur Prävention von psychischen Erkrankungen geben, auch sollen mehr Partnerschaften zwischen Kitas und Seniorenheimen initiiert werden. Eine konkrete Verabredung schließlich gibt es für das kommende Jahr: Dann sollen Jugendliche zum Altenparlament eingeladen werden, um dort die Forderungen von „Jugend fragt nach“ und dem Generationen-Dialog 2017 zu präsentieren.

Was ist aus dem Jugendregierungsprogramm von JiL 2016 geworden?

Jugend fragt nach

Vom 26. bis 28. Juni veranstaltet der Landesjugendring M-V gemeinsam mit dem Landtag M-V erneut das Jugendbeteiligungsprojekt „Jugend fragt nach“. An drei Tagen wollen 40 junge Leute auf die Ergebnisse von „Jugend im Landtag 2016“ schauen und aktuelle Ideen und Forderungen der Jugendlichen in drei parallelen Workshops herausarbeiten. Am 29. Juni 2017 wird zudem der „2. Generationendialog“ mit dem Landesseniorenbeirat als zusätzlichem Kooperationspartner stattfinden.

Jugend fragt nach

Wie der Name schon sagt - mit dem Projekt wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zurückblicken auf die Beschlüsse von "Jugend im Landtag 2016" und schauen, was aus dem damals verabschiedeten Jugendregierungsprogramm geworden ist.
Jugendregierungsprogramm

Zugleich wollen sie aber auch neue Themen und Probleme angehen. Im Fokus stehen dabei vor allem drei Themenfelder:

  • Europa der Jugend
  • Peaceful World?! - Peaceful MV?!
  • Jugendbeteiligung und kreativer Protest

Es geht dabei um den Zusammenhalt in Europa aus Sicht der Jugend, um europäische Werte, um das Verhältnis zwischen Deutschland und dem Nachbarland Polen, um ein tolerantes Miteinander, um politische Jugendbeteiligung und die Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Neben jungen Leuten aus MV nehmen auch Jugendliche aus Polen sowie Flüchtlinge an dem Projekt teil. Die Ergebnisse ihrer Workshops wollen die Teilnehmenden am Mittwoch den Abgeordneten präsentieren und bei gemeinsamen Diskussionen Lösungsmöglichkeiten erörtern und Umsetzungsvereinbarungen treffen.

Generationendialog

Junge Ideen sind oft auch für Ältere interessant und hilfreich. Und umgekehrt haben auch ältere Menschen tolle Ideen, wie MV für alle Generationen attraktiver werden kann. Deshalb gibt es im Anschluss an "Jugend fragt nach" am 29. Juni zum zweiten Mal einen Generationendialog. Teilnehmende von „Jfn“ und VertreterInnen des Altenparlaments wollen ihre Ideen und Forderungen vergleichen, gemeinsame Forderungen erarbeiten, diese mit Landtagsabgeordneten diskutieren und konkrete Verabredungen treffen.

JiL-Regierungsprogramm vorgestellt

Junge Leute aus M-V wollen mitgestalten

Vom 20. bis 23. Juni hieß es zum 10. Mal: Jugend im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Rund 100 junge Leute arbeiteten vier Tage im Schweriner Schloss zusammen, brachten ihre Themen und Ideen mit und diskutierten diese kreativ und konstruktiv mit Abgeordneten des Landtages.

Kein Jugendparlament

Wir nennen unsere Veranstaltung ganz bewusst „Jugend im Landtag“ (JiL) und nicht Jugendparlament. Denn es sind keine gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern, die teilnehmen und – demokratisch legitimiert – Beschlüsse fassen. Eingeladen sind politisch interessierte junge Leute – egal, ob sie sich bereits in Jugendverbänden oder -vereinen engagieren, ob sie schon an ähnlichen Veranstaltungen teilgenommen haben oder zum ersten Mal mitmachen.

Die Themen von JiL 2016

Der Landtag gibt keine Themen und Methoden vor – diese haben die Jugendlichen auch diesmal selbst gewählt:

Mobilität
Mobilität und sinnvolle Freizeitbeschäftigung – ein Teufelskreislauf! Wie flexibel ist MV?
Umwelt
Natur und Nachhaltigkeit, Umweltschutz
 Flucht und Migration
Asylpolitik, Integration und Inklusion, Wir und Geflüchtete, Integration von Geflüchteten – was kann ich machen, wie können wir helfen?
Gender und Sex
Sex, Drogen, Geschlechter/Gender
Politische Jugendbeteiligung
Wie kann man sich als Jugendlicher an der Politik beteiligen? Jeder darf seine Probleme lösen, aber auch gemeinsam und nicht: Ihr löst unsere! Wählen ab 16, Mehr Jugendbeteiligung an Politik ab 2017!
Digitale Gerechtigkeit
Wlan Hotspots for free!? Breitbandausbau in MV → Breitband ist Daseinsvorsorge – Gegen digitale Spaltung

Bei den Diskussionen in den Themen-Workshops sollte es aber nicht bleiben – Ziel von JiL war diesmal, gemeinsam ein Jugendregierungsprogramm aufzustellen und dieses mit den Landtagsabgeordneten zu diskutieren. Für jedes Themenfeld ernannten die Gruppen ihre Jugendministerin bzw. -minister. Bei der Präsentation des Regierungsprogramms standen die zahlreich erschienenen Abgeordneten von SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN somit dem jüngsten Kabinett aller Zeiten gegenüber!

Die Differenz an Lebensjahren spielte bei den Diskussionen aber keine Rolle – schließlich sind auch die Jugendlichen Experten in eigener Sache und hatten sich zudem in den Workshops fit gemacht für Gespräche auf Augenhöhe mit den Politikern.

Bei aller inhaltlichen Arbeit kam auch der Spaß nicht zu kurz – Public-Viewing beim letzten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft, Impro-Theater, Karaoke, Sport, Lagerfeuer in Retgendorf und Abschlussfete im Burggarten mit den „Les Bummms Boys“ aus Rostock.

zum Jugendregierungsprogramm

Mehr Infos gibt es beim Landesjugendring M-V

Folgeveranstaltung von JiL 2014

Jugend fragt nach 2015

Müde waren sie alle - aber auch froh gestimmt und zufrieden, als sich die rund 30 jungen Leuten gestern voneinander verabschiedeten und zurück in ihre Heimatorte fuhren. Hinter ihnen lagen vier spannende, anregende und begeisternde Tage bei dem Beteiligungsprojekt von Landesjugendring und Landtag "Jugend fragt nach" und dem abschließenden Generationenforum.

Im Mittelpunkt der Projekt-Workshops standen die Themen "Schule und Medien", "Willkommenskultur" und "Jung sein in MV". Höhepunkt waren die Präsentation der Arbeitsergebnisse und Forderungen an die Landespolitik und die Diskussionen dazu mit Abgeordneten aller vier demokratischen Landtagsfraktionen. Bei anschließenden Generationendialog mit Vertreterinnen und Vertretern des Altenparlaments stellten beide Seiten fest, dass es trotz des Altersunterschieds viele gemeinsame Probleme und Forderungen an die Landespolitik gibt. Im Mittelpunkt der Diskussionen von Jung und Alt standen die Themenfelder Mitwirkung in der Landespolitik, Mobilität, Wohnen, Willkommenskultur und Bildung. Am Nachmittag kamen dann Abgeordnete von SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu den Gesprächen hinzu, hörten aufmerksam zu und diskutierten mit den Teilnehmern Wege zur Weiterarbeit und Umsetzung von Ideen.
Ergebnisse, Forderungen, Verabredungen, Fotos und den jfn-Blog gibt es hier
Zum Video 
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Jugend im Landtag 2014

"Wir knacken das Schloss"

"Wir knacken das Schloss" - so das Motto von "Jugend im Landtag 2014", das vom 23. – 26. Juni rund 80 junge Leute aus ganz M-V ins Schweriner Schloss gelockt hatte. Das Organisationsteam von Jugendlichen, Landesjugendring und Landtag hatte wieder vier tolle Begegnungstage zwischen Jugendlichen und Landespolitikern auf die Beine gestellt. Die Zeit war wie immer viel zu kurz, aber am Ende waren sich alle einig: Das Schloss ist geknackt!

Beteiligung ist das Schlüsselwort: Nicht die Landtagsverwaltung gibt Themen und Methoden für „Jugend im Landtag“ vor. Worum es an den vier Tagen ging, wie die Abgeordneten beteiligt wurden, was im Rahmenprogramm lief, ja sogar was es zu essen gab – das alles hatte das Vorbereitungsteam ausgetüftelt. Aus der Vielfalt der Ideen waren für JiL 2014 fünf Themen ausgewählt worden, die die Teilnehmenden zunächst in Workshops behandelten und anschließend mit den Abgeordneten diskutierten:

 

Workshop: Migration

Im Fokus stand die Idee einer Willkommenskultur in M-V. Die Jugendlichen behandelten das Thema Migration auf verschiedenen Ebenen, sprachen über das Asylrecht und trafen gleichaltrige Asylbewerber, die über ihr persönliches Schicksal erzählten. Forderungen: Menschenwürdige Unterkünfte, Arbeitserlaubnis, Anerkennung von Qualifikationen, eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge und die Verdopplung des Aufnahmekontingents. Die Teilnehmenden überlegten auch, was sie selbst tun können, um gleichaltrigen Flüchtlingen und Asylbewerbern zu helfen:  Interesse zeigen, Kontakt suchen, Hausaufgabenhilfe und Deutschkurse anbieten, bei Amtsgängen begleiten, gemeinsame Veranstaltungen organisieren.

Workshop: Aggro Agro?

Hier ging es um die Vorstellungen und Ideen für die zukünftige Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei. Beim Besuch eines Biohofes informierten sich die Jugendlichen über nachhaltige und umwelt- und tiergerechtere Erzeugermethoden. Wichtige Forderungen: artgerechte Tierhaltung, Hochzüchtungsverbot, Bildungsangebote in den Schulen über Landwirtschaft, Image-Kampagne für die Landwirtschaft, Verbot von Monokultur, weniger Verschwendung, Umdenken der Verbraucher. Um das Umdenken auch im Landtag anzustoßen, forderten sie u.a. einen wöchentlichen „Veggie-Day“ im Landtagsbistro.

Workshop: Zukunft beginnt heute

Der Workshop beschäftigte sich mit der Frage, warum viele Jugendliche das Land nach der Schule verlassen und was sie zum Bleiben motivieren würde. Die Forderungen: Mehr Investitionen in die schulische Bildung, um die Ausbildungsfähigkeit zu verbessern und die Schulabbrecher-Quote zu senken. Das Image von Realschulabschluss und Berufsreife verbessern. Gleiche Ausbildungsvergütung und Löhne in Ost und West. Mehr  Kultur- und Freizeitangebote. Dieser Workshop beschäftigte sich auch mit dem Thema Generationengerechtigkeit. Die Jugendlichen fordern eine Enquete-Kommission „Jung sein  M-V“.

Workshop:
Bildung ist mehr als Schule - Schule ist mehr als Bildung

Themen waren u.a. die Lernkultur, der hohe Leistungsdruck, zu wenig Freizeit, der Einsatz neuer Lehr- und Lernmethoden, Inklusion, die Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement, die Durchlässigkeit der Schulformen, G 8- oder G 9-Abitur. Die Forderungen: Inklusion ja, aber mit Grenzen – um die Toleranz und Akzeptanz unter den Schülerinnen und Schülern zu stärken. Entschlackung der Lehrpläne. Finanzielle Unterstützung für mehr Gemeinschaftsprojekte. Bessere Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen und deren finanzielle Unterstützung.

Workshop: Extrem engagiert

Dieser Workshop stellte Fragen und diskutierte Themen des Engagements gegen Extremismus und menschenverachtende Einstellungen. Was sind Gefahren für das demokratische Zusammenleben? Ab wann ist Gesellschaftskritik extremistisch? Wie sollte mit Neonazis im Parlament umgegangen werden? Mit den Abgeordneten wurden vor allem die Fragen diskutiert: Welche Rollen spielen die modernen Medien in der formellen und informellen politischen Bildung? Befördern sie Extremismus oder sind sie eher Aufklärer? Wie stehen die einzelnen Abgeordneten persönlich zu Extremismus? Wo ziehen sie Grenzen zwischen Engagement und Extremismus. Einig waren sich Jugendliche und Abgeordnete über den Schweriner Weg im Umgang mit der NPD im Parlament und die Forderung nach einem Verbot der Partei.

Hier geht´s zum JiL-Blog:

17.05.2013

"Jugend im Landtag" bundesweit ausgezeichnet

Große Freude im Landtag und beim Landesjugendring: Der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) hat am 14. Mai in Berlin den diesjährigen „Preis Politische Bildung“ vergeben. Das Projekt "Jugend im Landtag 2012" wurde dabei mit dem 2. Preis geehrt!

„Wir freuen uns natürlich sehr über die Auszeichnung", sagte die Projektkoordinatorin Yvonne Griep. Der mit 5000 Euro dotierte 2. Preis gehe nicht nur an den Landesjugendring, sondern genauso an die engagierten Jugendlichen, Abgeordneten und Unterstützenden, fügte sie hinzu.
Sechs jugendliche Teilnehmer waren bei der Auszeichnung in Berlin dabei und berichteten von JiL12 und ihrem Engagement bei der Umsetzung der Verabredungen. Das Jugendbeteiligungsprojekt JiL lebe von den Begegnungen und Interaktionen der Jugendlichen mit den Abgeordneten des Landtages, betonte Yvonne Griep. Das sei 2012 wirklich sehr gut gelungen, und der Prozess, an den Ergebnissen weiter zu arbeiten, laufe noch. Das könne jeder im Weblog http://www.jil.inmv.de online nachlesen.

Jugend im Landtag vom 11. bis 15. November 2012

Bleiben statt blubbern!

Vom 11. bis 15. November hießt es zum achten Mal: Jugend im Landtag. 80 junge Leute aus dem ganzen Land kamen ins Schweriner Schloss, um miteinander und mit den Landtagsabgeordneten über ihre Wünsche, Vorschläge und Forderungen zu diskutieren. Das gemeinsame Beteiligungsprojekt von Landesjugendring und Landtag stand diesmal unter dem Motto „Bleiben statt blubbern!“

„Zum Blubbern gehört nicht viel. Das ist einfach. Bleiben ist für die jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern nach der Schule, nach Abitur oder Ausbildung schon deutlich schwieriger“, begründete Yvonne Griep, Koordinatorin der Beteiligungswerkstatt des Landesjugendrings, das diesjährige Motto. Blubbern helfe nicht, ein direkter Dialog zwischen Jugendlichen und Abgeordneten über wichtige Fragen jugendlichen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern sei notwendig. Genau darum gehe es dem Landesjugendring und dem Landtag mit dem gemeinsamen Projekt: Was brauchen junge Menschen, um hier gut leben und dann auch in unserem Land bleiben zu können? „Und wer wüsste es besser als die jungen Menschen selber?“, betonte die Cheforganisatorin.

Damit ein Austausch von Ideen und Gedanken auf Augenhöhe gelingt und für beide Seiten als erfolgreich wahrgenommen wird, waren auch diesmal die Jugendlichen von Anfang an in die JiL-Planung einbezogen. Bei mehreren Vorbereitungstreffen hat das Organisationsteam das Gesamtkonzept erarbeitet, das Motto kreiert und die Vorbereitungsaufgaben verteilt. In Mittelpunkt der inhaltlichen Arbeit standen die folgenden Themen:

Themen

  • Jugend macht Schule - eine Denkfabrik für ein modernes Bildungsverständnis
  • Blöd nach der Schule?? Jugend im Landtag hakt nach
  • Teller statt Tonne – Lebensmittelwirtschaft in MV
  • Walk of childhood – Kindheit in M-V
  • Ziviler Ungehorsam. Streitkultur als unverzichtbares Demokratieelement
  • Träumst du noch, oder bleibst du schon? Motive für Weggehen, Wiederkommen, Bleiben

„Jugend im Landtag verstehen wir durchaus nicht nur als Bildungsveranstaltung, in der Jugendliche lernen, die Idee des Parlamentarismus wertzuschätzen“, betonte Landtagspräsidentin und Schirmherrin Sylvia Bretschneider. „Jugend im Landtag ist echter politischer Dialog im Sinne der Partizipation junger Menschen an demokratischen Entscheidungen und somit ehrenamtliche Lobbyarbeit in eigener Sache.“
Auch deshalb war bewusst eine Sitzungswoche der Landtagsausschüsse ausgewählt worden. So konnten die Teilnehmer das Parlament bei der Arbeit erleben, und es kam zu vielfältigen Begegnungen zwischen Jugendlichen und Abgeordneten.

Infos

Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Yvonne Griep
Landeskoordinatorin der Beteiligungswerkstatt
fon 0385 76076-14
y.griep@inmv.de

http://www.jugend-im-landtag.de/

Jugend im Landtag: Frischer Wind im alten Schloss

Eine besondere Form der parlamentarischen Bildung für Jugendliche ist die Veranstaltung "Jugend im Landtag". Gemeinsam mit dem Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern lädt der Landtag junge Leute aus ganz Mecklenburg-Vorpommern ein, ihre Schulbank bzw. ihren Arbeitsplatz mit dem Stuhl eines Landtagsabgeordneten zu vertauschen und im Schweriner Schloss die Themen und Fragen zu diskutieren, die ihnen unter den Nägeln brennen.

Die Idee, die hinter dem Veranstaltungsformat steht, ist der aktive, kreative und konstruktive Austausch zwischen den jungen Menschen im Land und den Politikerinnen und Politikern des Landtages.

Politik (er)leben

Während der fünf Tage können junge Menschen aus allen Teilen des Landes Informationen und Haltungen zu unterschiedlichen Themen aus ihrem Lebensumfeld sammeln, sich zu eigenen Meinungen austauschen und schließlich konkrete Forderungen an die Politik formulieren. Bildung, Umwelt, Freizeit, Arbeit, Ausbildung – junge Menschen in MV sind von vielen politischen Themen selbst betroffen und wollen ihre Ideen und Bedürfnisse mit einbringen.

Um diese auch realistisch formulieren zu können, lernen die Teilnehmenden während „Jugend im Landtag“ den Landtag, seine Arbeit, seine Mitglieder und Kompetenzen näher kennen. Durch persönliche Gespräche mit Abgeordneten, Landtagsrallye (zum Kennenlernen der Räumlichkeiten) und Parlamentsspiel (dem Nachspielen eines Meinungsfindungs- und Abstimmungsprozesses im Landtag) erleben die jungen Menschen live, wie Landespolitik funktioniert und was sie bewirken kann. Jugend im Landtag ist dabei explizit keine Werbeveranstaltung für einzelne Parteien. Die ausgeglichene Teilnahme und Mitwirkung von Vertreterinnen aller demokratischen Parteien ist gewünscht.

Jfn-Workshop trifft Sozialausschuss

Eine wichtige Forderung von „Jugend im Landtag“ 2016 war die Einrichtung einer Enquete-Kommission „Jung sein in M-V“. Der Landtag hatte diese Forderung im April debattiert und schließlich mehrheitlich dagegen votiert. Der Wunsch der Jugendlichen nach mehr Gehör in der Landespolitik werde damit keineswegs ignoriert, wurde versichert. Der Sozialausschuss werde in regelmäßigen Abständen Themen der Jugendlichen auf seine Tagesordnung setzen und hierzu Jugendvertreter anhören.

Im Rahmen von „Jugend fragt nach“ lud der Ausschuss deshalb auch den Workshop „Jugendbeteiligung und kreativer Protest“ ein. Die Jugendlichen nutzten die Chance, eine Vielzahl von Themen und Fragen anzusprechen, wie die finanzielle Förderung von Schulen, Mobilität im ländlichen Bereich, Kinderarmut, flächendeckendes schnelles Internet, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Die Argumente für die Ablehnung einer Enquete-Kommission „Jung sein in M-V“ (z. B. zu teuer, Kontinuität der Teilnahme von Jugendlichen sei nicht gewährt) überzeugten die Jugendlichen nicht. Vorsitzender Torsten Koplin versicherte, dass der Ausschuss Jugendvertreter zu seinen Beratungen einladen wird. Der Bericht des Ausschusses soll bei Jfn 2019 präsentiert werden, einen Zwischenbericht stellte er für „Jugend im Landtag“ 2018 in Aussicht.

20. bis 23. Juni 2016

JUGEND IM LANDTAG 2016

Jfn-Video und Bildergalerie

Als Folgeveranstaltung von JiL-2014 fand vom 6. bis 9. Juli 2015 "Jugend fragt nach" statt.

Jfn-Video
Jfn-Bildergalerie

Das JiL-Video

Jugend politikverdrossen? Landtag langweilig? Von wegen!

Noch mehr Videos von JiL 2014

Ob sphärische Harfenklänge in der Landtagslobby, Straßeninterviews oder Gespräche mit Abgeordneten auf dem Roten Sofa - Videos von "Jugend im Landtag 2014" zeigen, dass Kreativität, Ernsthaftigkeit und viel Spaß die Markenzeichen von "Jugend im Landtag M-V" sind.

Das Motto von JiL 2014

Ein Motto ist wichtig - da waren sich die Teilnehmenden des 2. JiL-Vorbereitungstreffens einig. Von den rund 30 Vorschlägen lieferten sich dann bei der Abstimmung "Schloss mit lustig" und "Wir knacken das Schloss" ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit zwei Stimmen Vorsprung machte "Wir knacken das Schloss" das Rennen.

Das war "Jugend im Landtag" 2012