Geschichte des Schweriner Schlosses
Einzigartiges Wahrzeichen der Landeshauptstadt ist das märchenhafte Schloss auf einer Insel im Schweriner See. Einst Sitz der mecklenburgischen Herzöge, beherbergt es heute das beeindruckende Schlossmuseum und ist Sitz des Landtages Mecklenburg-Vorpommern.
10. bis 13. Jahrhundert
973 | Ein aus dem Kalifat Córdoba stammender Reisender namens Ibrahim Ibn Jacub beschreibt eine Inselburg in einem Süßwassersee. Er bezieht sich wahrscheinlich auf eine obotritische Grenzburg auf der heutigen Schlossinsel.
1160 | Heinrich der Löwe dringt in das Gebiet der Obotriten ein. Die Burg wird durch den Obotritenfürst Niklot niedergebrannt. Heinrich besetzt die Burginsel und gründet die Stadt Schwerin. Niklot gerät in einen Hinterhalt und wird ermordet.
14. bis 16. Jahrhundert
1348 | Kaiser Karl IV. überträgt den rechtmäßigen Nachfahren Niklots, Albrecht II. und seinem Bruder Johann I. am 8. Juli 1348 das Herzogtum von Mecklenburg.
17. bis 18. Jahrhundert
1756 | Der Hof wird nach Ludwigslust verlegt.
1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
1840 | Georg Adolph Demmler entwirft das Paul-Friedrich-Palais.
1842 | Grundsteinlegung für das Paul-Friedrich-Palais auf dem Alten Garten am 25. Februar. Großherzog Friedrich Franz II. stellt mit seinem Regierungsantritt den Palaisneubau ein. Demmler entwirft Pläne für den Schlossneubau auf der Schlossinsel, welche allerdings abgelehnt werden.
1848 | Revolutionäre Unruhen in der Stadt Schwerin beeinflussen die Bauarbeiten am Schweriner Schloss.
2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
1851 | Georg Adolph Demmler wird aus dem Staatsdienst entlassen. Sein Nachfolger Friedrich August Stüler verändert den Entwurf entscheidend und bereichert ihn um das Niklotreiterstandbild und die Prunkkuppel.
1857 | Die feierliche Einweihung des neuen Schlosses findet am 26.Mai statt.
1860 | Die Arbeiten an einer Gästewohnung auf der Burggartenseite („Preußische Kammern“) sind abgeschlossen.
1864 | Eine weitere Gästewohnung („Hessische Zimmer“) wird vollendet.
1. Hälfte des 20. Jahrhunderts
1913 | Im Dezember zerstört ein verheerender Brand etwa ein Drittel des Schlosses. Der Burgseeflügel brennt bis auf die Grundmauern herunter, der nach Süden liegende Schlossgartenflügel in den Obergeschossen aus. Der prunkvolle Goldene Saal und das reich gestaltete Haupttreppenhaus werden völlig zerstört.
1919 | Das Schweriner Schloss wird durch die Verzichtserklärung des Großherzogs Friedrich Franz IV. ins Staatseigentum überführt.
1941 | Das Schloss wird als Lazarett für verwundete Soldaten genutzt.
1945 | Die Schließung des Schlossmuseums wird veranlasst. Ein Hilfskrankenhaus wird im Schloss eingerichtet.
2. Hälfte des 20. Jahrhunderts
1959-1981 | Im Schloss sind die Pädagogische Schule zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen und das Internat für Schülerinnen dieser Schule untergebracht.
1975 | Die Abteilung Schlossrestaurierung des Staatlichen Museums Schwerin wird gegründet.
1980 | Die Schlossverwaltung wird gegründet. Sie bezieht ihren Sitz direkt im Schloss und wird neuer Rechtsträger.
1981 | Die Pädagogische Schule zieht aus dem Schweriner Schloss aus. Das Schloss wird auch als Außenstelle der Musikhochschule Berlin genutzt.






























































