Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Direkt zum Hauptinhalt dieser Seite.Zum Randinhalt dieser Seite.

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31.03.2014

Ehemaliges Pressezentrum des Landtages weitgehend entkernt

Das ehemalige Medienzentrum des Landtages ist nunmehr vollständig demontiert worden.
Das ehemalige Medienzentrum des Landtages ist nunmehr vollständig demontiert worden. Foto: Landtag M-V

In den vergangenen Tagen ist das ehemalige Pressezentrum des Landtages Mecklenburg-Vorpommern weitgehend entkernt worden. Nachdem zunächst die Wand zum einstigen Festsaal abgerissen worden war, folgten nun der Boden und dessen Unterkonstruktion aus Stahl. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, um die Ertüchtigung des Bodens - zugleich Decke des zweiten Obergeschosses des Burgseeflügels – vorbereiten zu können. Heute (31. März 2014) haben Handwerker mit dem Bau zweier Bautreppen begonnen, um den Zugang zur Baustelle verbessern.

21.03.2014

Ausmaße des ehemaligen Goldenen Saales erkennbar

Im Laufe dieser Woche wurde die Mauer zwischen dem ehemaligen Festsaal und dem Medienzentrum entfernt. Erstmals seit Jahrzehnten lassen sich nun die Ausmaße des einstigen Goldenen Saales des Schlosses erahnen.
Im Laufe dieser Woche wurde die Mauer zwischen dem ehemaligen Festsaal und dem Medienzentrum entfernt. Erstmals seit Jahrzehnten lassen sich nun die Ausmaße des einstigen Goldenen Saales des Schlosses erahnen. Foto: Landtag M-V

Seit heute (21. März 2014) ist auf der Baustelle des künftigen Plenarsaals des Landtages Mecklenburg-Vorpommern zu erkennen, welche Ausmaße der ehemalige Goldene Saal des Schweriner Schlosses hatte. Nach Jahrzehnten ist wohl erstmals wieder ein Blick quer durch den Raum möglich, der - in zwei Räume unterteilt - zuletzt als Festsaal sowie Medienzentrum genutzt wurde. In den vergangenen drei Tagen haben Bauarbeiter die zwischen die Wand zwischen den beiden Räumen abgetragen. Der Schutt wurde über ein Baugerüst am Südportal des Schlosses abtransportiert. In der kommenden Woche wird die Bodenkonstruktion des einstigen Medienzentrums entfernt. Diese besteht aus einem Metallgerüst und aufgelegten Platten. Auch die auf unserem Foto zu erkennende Mauer wird verschwinden. Der dann im gesamten Raum auf einem Niveau befindliche Boden wird in den darauf folgenden Arbeitsschritten ertüchtigt, um erforderlichen Gerüsten die erforderliche Standfestigkeit zu geben und die später im Raum stattfindenden Abbrucharbeiten schwerer Stahlbetonelemente zu ermöglichen.  

Auf der Besucher- und Pressetribüne des Plenarsaals entsteht derzeit eine Kabine, in der Agenturjournalisten während der Landtagssitzungen Berichte und Nachrichten verfassen können.
Auf der Besucher- und Pressetribüne des Plenarsaals entsteht derzeit eine Kabine, in der Agenturjournalisten während der Landtagssitzungen Berichte und Nachrichten verfassen können

21.03.2014

Zusätzliche Pressearbeitsplätze im Plenarsaal

Im Plenarsaal entsteht derzeit eine Kabine, die zwei Arbeitsplätze für Agenturjournalisten bieten wird. Damit soll der Wegfall des Medienzentrums kompensiert werden.

Die Kabine entsteht an der Rückwand des derzeitigen Plenarsaals und kann bereits während der Sitzungswoche des Landtages im April genutzt werden. Die Journalisten haben dann die Möglichkeit, unmittelbar im Plenarsaal Berichte und Nachrichten verfassen. Zu hören sein wird deren Arbeit außerhalb der schalldichten Kabine nicht. Voraussichtlich im Sommer wird eine zweite Kabine gebaut, in der das Tonstudio des Landtages untergebracht werden soll. Im Zuge des Umbaus wird die bisheriger Presse- und Besuchertribüne in Richtung der Fensterseite des Plenarsaales ein wenig verbreitert.

14.02.2014

Baufreiheit über dem künftigen Plenarsaal

Unmittelbar über dem künftigen Plenarsaal wurde im 6. Obergeschoss Baufreiheit geschaffen. Sämtliche Zwischenwände und Verkleidungen sind entfernt worden.
Unmittelbar über dem künftigen Plenarsaal wurde im 6. Obergeschoss Baufreiheit geschaffen. Sämtliche Zwischenwände und Verkleidungen sind entfernt worden. Foto: Landtag M-V

Unmittelbar über dem künftigen Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen Wochen Baufreiheit geschaffen worden. Zwischenwände sowie Wand- und Deckenverkleidungen wurden entfernt. Den Schutt haben Bauarbeiter über den Innenhof des Schlosses abtransportiert. Der Boden des Bereichs im 6. Obergeschoss wird Decke des neuen Plenarsaals sein. Über dem Saal werden sich nach dessen Fertigstellung wieder Büros befinden. Die einst dort vorhandenen Arbeitsräume konnten aus statischen Gründen bereits länger nicht mehr genutzt werden.

Begonnen haben nun die Abbrucharbeiten im ehemaligen Festsaal des Schweriner Schlosses unmittelbar unter dem Raum, den unser Foto zeigt. Im 3. Obergeschoss wird aktuell die ehemalige Bühne des Festsaales demontiert. Anschließend wird der Boden des Raumes statisch und brandschutztechnisch ertüchtigt, damit ein erforderliches Gerüst sicher aufgestellt und abgestützt werden kann. Von diesem Gerüst aus wird dann die Decke des Raumes erneuert. Sämtlicher Bauschutt wird über ein Gerüst am Südportal des Schlosses abtransportiert.

23.12.2013

Trittschall-Messungen im künftigen Plenarsaal

In der vergangenen Woche ist im ehemaligen Festsaal des Schweriner Schlosses ein Gerät eingesetzt worden, mit dem Trittschallmessungen im unmittelbar darunter liegenden Schlosscafé möglich wurden.

Thomas Behr von der Berliner Firma ABM bediente den „Trampel“.
Thomas Behr von der Berliner Firma ABM bediente den „Trampel“. Foto: Landtag M-V

Die vorgenommenen Untersuchungen stehen im Zusammenhang mit dem Einbau des neuen Plenarsaales des Landtages Mecklenburg-Vorpommern in den ehemaligen Festsaal, der einst Goldener Saal des Schlosses war. Die akustischen Untersuchungen an der Decke des heutigen Schlosscafés waren erforderlich, um den späteren Fußbodenaufbau des Plenarsaales bemessen zu können. Gemessen wurde der so genannte Normtrittschallpegel. Zum Einsatz kam ein Normtrittschallhammerwerk, das auf Baustellen allerdings schlicht „Trampel“ heißt. Fünf je 500 Gramm schwere Hämmer klopften im künftigen Plenarsaal abwechselnd auf den Boden. Mit einem Mikrofon erfolgten ein Stockwerk tiefer die Messungen. Dauer der Beschallung: je 2 – 3 Minuten. Angesetzt wurde das Gerät an verschiedenen Stellen – unter anderem auf einem freigelegten Träger. Ziel dieser vorbereitenden Messungen ist es unter anderem, gegenseitige Störungen der künftigen Nutzer der beiden benachbarten Räume auszuschließen.

23.10.2013

Gemälde „Niklots Tod“ im Schloss für die Bauzeit gesichert

Besucher des Schweriner Schlosses müssen für längere Zeit auf den bisherigen krönenden Abschluss eines jeden Museumsrundgangs verzichten: Gestern (22. Oktober 2013) wurde das monumentale Gemälde „Niklots Tod“ in der Festetage abgehängt, fachgerecht verpackt und zu einem Magazin gebracht, wo es sicher und trocken bis zur Rückkehr ins Schweriner Schloss aufbewahrt wird.

Die Restauratoren Jutta Allmann und Peter Jankowski lösen die Leinwand vom Rahmen, um sie dann zum Transport auf eine große Rollen aufzurollen. Foto: Reinhard Klawitter

"Die Sicherung des Gemäldes war der symbolische Startschuss für die Bauarbeiten im Schlossgartenflügel und die Abrissarbeiten im früheren Festsaal, der zum neuen Plenarsaal des Landtages umgebaut werden soll“, so Landtagsdirektor Armin Tebben. Wo jetzt die Bilderwand ist, wird einmal der Eingang zum neuen Plenarsaal sein. Wann und wo im Schloss das Bild wieder aufgehängt wird, kann Tebben noch nicht sagen. „Das werden wir im Rahmen der weiteren Planungen und in Abhängigkeit von den konkreten Baumaßnahmen entscheiden“, so der Verwaltungschef. Er sichert aber zu, dass man einen würdigen Platz finden werde, sodass das Gemälde wieder für die Öffentlichkeit erlebbar sein wird.
Damit dem Bild bei der schwierigen Aktion nichts passiert, gingen die Restauratoren Jutta Allmann und Peter Jankowski mit äußerster Vorsicht und Professionalität zu Werke. Das Gemälde musste wegen seiner Größe – immerhin misst es 3,70 mal 5 Meter – vom Rahmen gelöst und auf eine große Rolle aufgerollt werden. „Dabei kann es passieren, dass Farbe abplatzt oder die Ränder beschädigt werden“, erklärte Gerhard Graulich, Leiter der Gemäldesammlung des Staatlichen Museums Schwerin. „Das ist richtig Stress für das Bild“, sagte er. Zum Glück lief alles glatt. Nun hoffen alle, dass „Niklots Tod“ die lange Lagerzeit gut übersteht und dann mit Fertigstellung des neuen Plenarsaals im Schloss, wenn auch am neuen Platz, erneut die Schlossbesucher begeistert.

23.07.2013

Baugenehmigung für künftigen Plenarsaal erteilt

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat im Zusammenhang mit der Sanierung des Schlossgarten- und Burgseeflügels des Schweriner Schlosses sowie dem Umbau des ehemaligen Festsaales zum neuen Plenarsaal die hierfür erforderliche Baugenehmigung von der unteren Bauaufsichtsbehörde der Landeshauptstadt Schwerin erhalten. Das Einholen einer Baugenehmigung war erforderlich geworden, da das Landesparlament selbst Bauherr des Projektes ist.

„Nach mehrmonatiger Erarbeitung der Genehmigungsplanung ist mit der vorliegenden Baugenehmigung ein entscheidender Schritt für die weitere erfolgreiche Planung des Projektes erbracht. Das Architekturbüro Dannheimer & Joos sowie die beteiligten Fachplaner, hier im Besonderen das Ingenieurbüro für Brandschutz, Dr.-Ing. Frank Riesner aus Wismar als Brandschutzkonzeptersteller, haben engagiert dazu beigetragen, dass der bisherige Zeitplan eingehalten wurde. Für die in den vergangenen Monaten gute Zusammenarbeit bin ich der Verwaltung der Landeshauptstadt Schwerin außerordentlich dankbar“, sagte Landtagsdirektor Armin Tebben heute (23. Juli 2013) in Schwerin.

Dieser Zwischenerfolg sei allen Planern Ansporn für die weitere Arbeit, so Tebben. Im Folgenden gilt es die weiteren Planungsschritte zu absolvieren. So wird aktuell die Ausführungsplanung von allen an der Planung beteiligten bearbeitet. Nach gegenwärtigem Planungsstand wird ein Baustart Anfang des nächsten Jahres angestrebt.

Am Tag der offenen Tür des Landtages Mecklenburg-Vorpommern war auch ein Blick auf die Baustelle im ehemaligen Festsaal möglich.
Am Tag der offenen Tür des Landtages Mecklenburg-Vorpommern (2. Juni 2013) war auch ein Blick auf die Baustelle im ehemaligen Festsaal möglich. Foto: Landtag M-V

03.06.2013

Baustelle als Schaustelle

Am gestrigen Tag der offenen Tür des Landtages Mecklenburg-Vorpommern (2. Juni 2013) nutzten zahlreiche der rund 20.000 Besucher die Möglichkeit, sich auch auf der Baustelle im einstigen Festsaal des Schweriner Schlosses umzusehen. Gezeigt wurde dort ein Modell des an dieser Stelle entstehenden künftigen Plenarsaals des Landesparlamentes. Mitarbeiter der Landtagsverwaltung erläuterten das Bauvorhaben und den bisherigen Stand der Arbeiten. Die Baustelle wurde im Wortsinn zur Schaustelle.

15.042013

Zweiter Lärm-Test im ehemaligen Festsaal des Schlosses

Heute Nachmittag (15. April 2014) ist im ehemaligen Festsaal des Schweriner Schlosses erneut Baulärm simuliert worden. Bass-Lautsprecher und ein Kernbohrer sorgten für den erforderlichen Geräuschpegel. Mit dem Test konnten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, mit welchen Beeinträchtigungen beim Umbau des einstigen Festsaales zum neuen Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern für die Nutzer angrenzender Gebäudeteile zu rechnen ist.

Bauarbeiter bohrten heute probeweise auf der Tribüne des ehemaligen Festsaales mit schwerem Gerät.
Bauarbeiter bohrten heute probeweise auf der Tribüne des ehemaligen Festsaales mit schwerem Gerät. Foto: Landtag M-V

Geräusche entstehen durch Schwingungen und breiten sich als Schallwellen aus. Die Stärke des Schalls, also die Lautstärke, ist als so genannter Schalldruck messbar. Die Messwerte werden in Dezibel (dB) angegeben. Als Lärm gilt Schall, der stört oder schädigt. Verglichen mit einem ersten Test Ende März, bei dem die Auswirkungen eines Schalldrucks von 100 Dezibel (dB) erfasst wurden, ging es heute nach Angaben von Toningenieur Peter Zillmann etwa 6-mal so laut zu. Nachdem Bauarbeiter zunächst auf den Tribünen des ehemaligen Festsaals an verschiedenen Stellen schweres Bohrgerät eingesetzt hatten, schickte Zillmann mehrfach einen Test-Ton namens „Pink Noise“ mit einem Schalldruck von 130 dB und mehr durch seine Anlage. Zum Vergleich: Während 100 dB in etwa dem Schalldruck entsprechen, den Disco-Besucher in einem Meter Entfernung von einem Lautsprecher oder Passanten zehn Meter von einem Presslufthammer entfernt wahrnehmen, erreichen Flugzeuge leicht 120 dB.

Alle Tests werden nun ausgewertet und bei den weiteren Planungen des Bauvorhabens berücksichtigt. Ziel ist es, Lärm-Belastungen für sämtliche Nutzer des Hauses möglichst gering zu halten.

27.03.2013

Landtagsverwaltung simuliert künftigen Baulärm im Festsaal

Normalerweise steuert Peter Zillmann mit seinen Kollegen Hallen aus, damit die Akustik bei großen Konzerten stimmt. Der Auftrag der Landtagsverwaltung war da schon etwas ausgefallen: ordentlich Lärm machen! Rund 100 Dezibel, um genau zu sein. Und zwar im ehemaligen Festsaal, wo noch in diesem Jahr die Bauarbeiten für den neuen Plenarsaal beginnen sollen.

Vorbesprechung zum Lärmtest im Festsaal: v.l. Statiker Dr. Rudolf Käpplein, Architekt Tilman Joos, Landtagsdirektor Armin Tebben und Toningenieur Peter Zillmann. Foto: Landtag M-V

„Mit der Aktion wollen wir den Geräuschpegel simulieren, der dem künftigen Baulärm in etwa entspricht“, erklärt Landtagsdirektor Armin Tebben den Test. Ziel sei es, herauszufinden, wie sich der Baulärm im Schloss verteilt und die normalen Abläufe im Parlament und im Schlossmuseum beeinträchtigt. Ein zweiter Test – dann mit echtem Baulärm beim Durchbohren von Beton – soll folgen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die weitere Ausführungsplanung einfließen, um die Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten im Schlossgartenflügel für alle Nutzer des Schlosses zu minimieren.

07.02.2013

Landtag reicht Bauantrag ein

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat in dieser Woche im Zusammenhang mit der Sanierung des Schlossgarten- und Burgseeflügels des Schweriner Schlosses sowie dem Umbau des ehemaligen Festsaales zum neuen Plenarsaal den hierfür erforderlichen Bauantrag bei der unteren Bauaufsichtsbehörde der Landeshauptstadt Schwerin eingereicht. Das Landesparlament ist Bauherr des Projektes.

In den vergangenen Monaten wurde das Mauerwerk des ehemaligen Festsaales im Schweriner Schloss gründlich untersucht. Zuvor waren sämtliche Wandverkleidungen entfernt worden.
In den vergangenen Monaten wurde das Mauerwerk des ehemaligen Festsaales im Schweriner Schloss gründlich untersucht. Zuvor waren sämtliche Wandverkleidungen entfernt worden. Foto: Landtag M-V

In den Antrag eingeflossen sind unter anderem die in den vergangenen sechs Monaten erfolgten umfangreichen Untersuchungen der Bausubstanz. So wurden im Mauerwerk zahlreiche Kernbohrungen vorgenommen, Decken geöffnet und Fußböden untersucht. Hierdurch wurden wichtige zusätzliche statische Erkenntnisse gewonnen.

Die Ergebnisse der durch externe Gutachter vorgenommen Untersuchungen sind zum überwiegenden Teil abgeschlossen. Im Ergebnis ist festzustellen, dass zum jetzigen Zeitpunkt mit keinen Mehrkosten bei der Gesamtbaumaßnahme zu rechnen ist und sich die bisherigen Kostenschätzungen bestätigt haben. Die notwendigen statischen Ertüchtigungen der Wand- und Deckenkonstruktionen sowie der Gründung auf dem morastigen Schlossuntergrund sind demnach in den ursprünglich geplanten Kosten angemessen berücksichtigt. Auch lässt sich anhand der Untersuchungsergebnisse die Gefahr von Senkungen gegenwärtig wie auch während der Bauarbeiten ausschließen.

Für das gesamte Vorhaben sind Baukosten in Höhe von 21,5 Millionen Euro veranschlagt. Hiervon werden allein 10 Millionen Euro benötigt, um die Spätfolgen des Schlossbrandes von 1913 im Bereich des Burgsee- und Schlossgartenflügels zu beseitigen. Dies wäre losgelöst vom Bau des Plenarsaals ohnehin erforderlich. 7 Millionen Euro sind für den Umbau des Festsaals zum Plenarsaal angesetzt. 4,5 Millionen Euro sind für die Verbesserung der öffentlichen Nutzung vorgesehen, wozu insbesondere ein moderner Kongress- und Medienbereich zählt.

Da es sich bei der geplanten Gesamtbaumaßnahme nicht um einen Neubau, sondern um ein Bauvorhaben in historischem Bestand handelt, wurden weitere 4,5 Millionen Euro für unvorhersehbare Baukosten eingeplant. Bisher sind solche unvorhersehbaren Kosten nicht zu erkennen. Festgelegt wurde für das gesamte Vorhaben zudem, etwaige zusätzliche Ausgaben kostenneutral umzusetzen. Dies bedeutet, dass Mehrkosten innerhalb des Gesamtprojekts an anderer Stelle einzusparen sind.

03.08.2012

Abrissarbeiten und Untersuchungen der Bausubstanz im Festsaal des Schweriner Schlosses haben begonnen

Im bisherigen Festsaal des Schweriner Schlosses, der zum künftigen Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern umgebaut werden soll, haben erste Bauarbeiten begonnen. Nach dem Ausbau der Stuhlreihen durch Mitarbeiter der Landtagsverwaltung, sind nun Bauarbeiter dabei, die im Saal angebrachten Wandverkleidungen abzubrechen. Dies ermöglicht genauere Untersuchungen der Bausubstanz des einstigen Goldenen Saales.

Architekt Tilman Joos (links) vom Büro „Dannheimer & Joos Architekten“ erläutert Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider und Landtagsdirektor Armin Tebben die aktuellen Abbrucharbeiten im Festsaal des Schweriner Schlosses.
Architekt Tilman Joos (links) vom Büro „Dannheimer & Joos Architekten“ erläutert Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider und Landtagsdirektor Armin Tebben die aktuellen Abbrucharbeiten im Festsaal des Schweriner Schlosses. Foto: Landtag M-V

Hier wie auch an anderen Stellen sollen unter anderem die Qualitäten des Mauerwerks bestimmt werden. Auch Unsicherheiten hinsichtlich des in der Vergangenheit verbauten Materials sollen auf diese Weise beseitigt werden. Dazu werden an verschiedenen Stellen unter anderem Bohrkerne entnommen. Das an den Festsaal angrenzende Pressezentrum des Landtages ist derzeit Teil der Baustelle. Der Arbeitsraum der Journalisten wird durch die Rückwand des ehemaligen Goldenen Saales begrenzt. Eine vorgelagerte Mauer wurde an verschiedenen Abschnitten aufgebrochen, um diese Rückwand begutachten zu können. Gefunden wurden dabei bereits Rußspuren, die aus der Zeit des Schlossbrandes im Jahr 1913 stammen. Untersuchungen der Bausubstanz erfolgen zurzeit ebenfalls im derzeitigen Plenarsaal sowie der Parlamentslobby. Gearbeitet wird zudem im 6. Obergeschoss des Schlosses. Hier werden Trennwände zurückgebaut, um auch dort den tatsächlichen Bauzustand freizulegen und die Ergebnisse in die so genannte Ausführungsplanung einfließen zu lassen.

Der Abtransport des Schutts wird über einen Gerüstturm auf der Südseite des Schlosses erfolgen. So bleibt das über den Museumseingang des Schlosses zu erreichende Treppenhaus von den aktuellen Arbeiten unbeeinträchtigt. Im September sollen die Voruntersuchungen abgeschlossen werden. Zu den ersten Ergebnissen der beschriebenen Arbeiten erklärt Landtagsdirektor Armin Tebben: „Bisher sind noch keine Risiken sichtbar geworden, die wir nicht einkalkuliert hätten.“

Für die gesamte Baumaßnahme, zu der insbesondere die Grundsanierung des Schlossgarten­flügels und der Umbau des Festsaales zum Plenarsaal im Schloss Schwerin zählen, sind derzeit ca. 21,5 Mil­lionen Euro vorgesehen. Davon werden etwa 7 Millionen Euro für den Umbau des heutigen Festsaales in einen Plenarsaal sowie den Einbau eines Konferenzbereiches eingesetzt. Mehr als 10 Millionen Euro sind für den Erhalt der Substanz des Schloss­garten- und Burgseeflügels notwendig. Dies sind Gelder, die auch unabhängig von dem Plenarsaalumbau aufgewendet werden müssen, um das Schweriner Schloss als bedeutendes Baudenkmal erhalten zu können. Hierbei nimmt vor allem die stati­sche Instandsetzung einen großen Posten ein. Für die Gesamtmaßnahme kommen ca. 4,5 Millionen Euro für die Verbesserung der öffentlichen Nutzung sowie Neben­kosten wie zum Beispiel Prüfungen und Genehmigungen hinzu. Darüber hinaus sind infolge des Schlossbrandes im Jahr 1913 und der anschließen­den verschiedensten Umbauarbeiten Risiken und Unwägbarkeiten für die Sanierung aufgetreten, sodass eine Reserve in Höhe von ca. 4,5 Millionen Euro einkalkuliert wird. Diese Gelder fließen lediglich dann in den Erhalt der Bausubstanz, wenn der Grad der Schädigung des Bauwerkes es erfordert. Im Rahmen der Sanierung des Schlossgartenflügels und des Baus eines Plenarsaals mit Konferenz­bereich werden somit ca. 70 Prozent der Mittel in den Erhalt des Gebäudes, das heißt in denkmalpflegerische Leistungen, investiert. Zudem wird durch die Umbaumaßnahmen die ursprüngliche Raumfläche des beim Schlossbrand zerstörten Goldenen Saales wiederhergestellt.

13.07.2012

Ausbau aller Stuhlreihen des Festsaales abgeschlossen

Sämtliche Stuhlreihen des bisherigen Festsaals des Landtages Mecklenburg-Vorpommern sind in Vorbereitung der anstehenden Bauarbeiten ausgebaut worden. Sie finden in der Scheune Bollewick, nahe der Stadt Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), eine neue Verwendung.

Sämtliche Stuhlreihen des bisherigen Festsaals des Schweriner Schlosses sind mittlerweile ausgebaut worden.
Sämtliche Stuhlreihen des bisherigen Festsaals des Schweriner Schlosses sind mittlerweile ausgebaut worden. Foto: Landtag M-V

Mitarbeiter der Landtagsverwaltung hatten sämtliche Stühle demontiert und für den Transport vorbereitet. Aktuell wird für den ehemaligen Festsaal ein so genannter Sondierungsabriss vorbereitet. Mit Beginn dieser Arbeiten werden dort dann insbesondere alle Wandverkleidungen entfernt. Baufachleute befassen sich im Anschluss mit dem freigelegten Mauerwerk und sämtlichen tragenden Elementen, um detaillierte Aussagen zum baulichen Zustand der Mauern und Decken treffen zu können. Der Abriss ist wichtige Voraussetzung für vorzunehmende statische Berechnungen sowie eine möglichst präzise Kalkulation der Baukosten. Dies gilt vor allem für die zu erwartenden Kosten der Sanierung der Bausubstanz in diesem Bereich des Schlosses, die unabhängig vom an dieser Stelle geplanten Einbau eines neuen Plenarsaals erforderlich ist. Interessant sein wird ebenfalls, ob beim Freilegen der Wände Reste der Wandgestaltung des ehemaligen Goldenen Saales entdeckt werden. Der durch den Schossbrand im Jahr 1913 zerstörte Goldene Saal befand sich einst dort, wo später der Festsaal eingebaut worden ist. Informationen zu diesen ersten Abrissarbeiten werden Sie unmittelbar nach deren Beginn hier in dieser Rubrik finden.

13.06.2012

Rückbau des Festsaales begonnen

Im Festsaal des Schweriner Schlosses haben am 13. Juni 2012 erste Arbeiten im Zusammenhang mit der Sanierung des Schlossgartenflügels und dem beabsichtigten Einbau eines neuen Plenarsaals in den bisher für Veranstaltungen genutzten Raum begonnen.

Detlef Schecker, André Grimmer und Peter Durchholz (v. l.), Mitarbeiter der Landtagsverwaltung, demontieren die Stuhlreihen des bisherigen Festsaales des Landtages. Foto: Landtag M-V

Mitarbeiter der Landtagsverwaltung bauen die Stuhlreihen des an einen Kinosaal erinnernden Raumes aus, an dessen Stelle sich zu großherzoglichen Zeiten einst der Goldene Saal befand. Die Stühle finden in der Scheune Bollewick, nahe der Stadt Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), eine neue Verwendung.
Am 10. Juni war der Festsaal im Rahmen des Tages der offenen Tür letztmals öffentlich zugänglich und in seiner derzeitigen Gestalt erlebbar. Zahlreiche Besucher erinnerten sich an dort erlebte Jugendweihefeiern, Konzerte oder Vorträge. Andere Gäste nutzten die Gelegenheit und verfolgten Vorträge zur Bewerbung des Schweriner Schlossensembles als UNESCO-Welterbe sowie zum Schlossbrand von 1913 und dessen Folgen.
An den Ausbau der Stuhlreihen schließt sich in der Sommerpause ein so genannter Sanierungsabriss an. Dabei werden insbesondere sämtliche Holzverkleidungen der Wände entfernt, um die vorhandene Bausubstanz gründlich prüfen zu können.

08.06.2012

Parlamentarische Baukommission bestätigt Planungen: Vorarbeiten zum Umbau des Festsaales beginnen in der kommenden Woche

Die Parlamentarische Baukommission des Landtages Mecklenburg-Vorpommern hat in dieser Woche die derzeitigen Planungen im Zusammenhang mit der anstehenden Sanierung des Schlossgartenflügels des Schweriner Schlosses sowie des Einbaus eines Plenarsaals in den heutigen Festsaal grundsätzlich bestätigt. Entschieden wurde auch, dass der Sieger des  Architekten-Wettbewerbs zur Neugestaltung des Plenarsaales des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, das Architekturbüro Dannheimer & Joos (München), das Bauvorhaben weiter begleiten soll.

Damit beginnen in der kommenden Woche im Festsaal erste Vorarbeiten. Mitarbeiter der Landtagsverwaltung werden zunächst die Bestuhlung ausbauen. Die langen und dadurch sehr wuchtigen Sitzreihen landen nicht im Müll, sondern gehen nach Bollewick im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. In der dortigen Feldsteinscheune „Scheune Bollewick“ finden sie eine neue Verwendung. Am Sonntag (10. Juni 2012), dem Tag der offenen Tür des Landtages, wird der Festsaal von 10 bis 17 Uhr deshalb zum letzten Mal in seiner derzeitigen Gestalt zu erleben sein. Verfolgt werden können dort auch zwei Vorträge und Gespräche zur beabsichtigten Bewerbung des Schweriner Schlossensembles um die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste (Beginn: 11 Uhr) sowie zur Sanierung des Schlossgartenflügels und dem beabsichtigten Neubau eines Plenarsaals (Beginn: 15 Uhr).

An den Ausbau der Bestuhlung des Festsaals schließt sich in der Sommerpause ein so genannter Sanierungsabriss an. Dabei werden alle Wandverkleidungen - hier insbesondere die Holzvertäfelung - entfernt, um die vorhandene Bausubstanz intensiv prüfen zu können. Über weitere Entscheidungen der Parlamentarischen Baukommission informieren wir an dieser Stelle in der kommenden Woche im Zusammenhang mit den dann beginnenden Arbeiten.

Architektenwettbewerb

Der Gestaltungsentwurf des Büros Dannheimer + Joos aus München gewann den ersten Preis
Entwurf für den neuen Plenarsaal. Foto: Jens Büttner

Den europaweit ausgeschriebenen Archtiektenwettbewerb für einen neuen Plenarsaal gewann das Archtiekturbüro Dannheimer & Joos aus München.
Informationen zum Wettbewerb