15.042013
Zweiter Lärm-Test im ehemaligen Festsaal des Schlosses
Geräusche entstehen durch Schwingungen und breiten sich als Schallwellen aus. Die Stärke des Schalls, also die Lautstärke, ist als so genannter Schalldruck messbar. Die Messwerte werden in Dezibel (dB) angegeben. Als Lärm gilt Schall, der stört oder schädigt. Verglichen mit einem ersten Test Ende März, bei dem die Auswirkungen eines Schalldrucks von 100 Dezibel (dB) erfasst wurden, ging es heute nach Angaben von Toningenieur Peter Zillmann etwa 6-mal so laut zu. Nachdem Bauarbeiter zunächst auf den Tribünen des ehemaligen Festsaals an verschiedenen Stellen schweres Bohrgerät eingesetzt hatten, schickte Zillmann mehrfach einen Test-Ton namens „Pink Noise“ mit einem Schalldruck von 130 dB und mehr durch seine Anlage. Zum Vergleich: Während 100 dB in etwa dem Schalldruck entsprechen, den Disco-Besucher in einem Meter Entfernung von einem Lautsprecher oder Passanten zehn Meter von einem Presslufthammer entfernt wahrnehmen, erreichen Flugzeuge leicht 120 dB.
Alle Tests werden nun ausgewertet und bei den weiteren Planungen des Bauvorhabens berücksichtigt. Ziel ist es, Lärm-Belastungen für sämtliche Nutzer des Hauses möglichst gering zu halten.
27.03.2013
Landtagsverwaltung simuliert künftigen Baulärm im Festsaal
„Mit der Aktion wollen wir den Geräuschpegel simulieren, der dem künftigen Baulärm in etwa entspricht“, erklärt Landtagsdirektor Armin Tebben den Test. Ziel sei es, herauszufinden, wie sich der Baulärm im Schloss verteilt und die normalen Abläufe im Parlament und im Schlossmuseum beeinträchtigt. Ein zweiter Test – dann mit echtem Baulärm beim Durchbohren von Beton – soll folgen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die weitere Ausführungsplanung einfließen, um die Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten im Schlossgartenflügel für alle Nutzer des Schlosses zu minimieren.
07.02.2013
Landtag reicht Bauantrag ein
In den Antrag eingeflossen sind unter anderem die in den vergangenen sechs Monaten erfolgten umfangreichen Untersuchungen der Bausubstanz. So wurden im Mauerwerk zahlreiche Kernbohrungen vorgenommen, Decken geöffnet und Fußböden untersucht. Hierdurch wurden wichtige zusätzliche statische Erkenntnisse gewonnen.
Die Ergebnisse der durch externe Gutachter vorgenommen Untersuchungen sind zum überwiegenden Teil abgeschlossen. Im Ergebnis ist festzustellen, dass zum jetzigen Zeitpunkt mit keinen Mehrkosten bei der Gesamtbaumaßnahme zu rechnen ist und sich die bisherigen Kostenschätzungen bestätigt haben. Die notwendigen statischen Ertüchtigungen der Wand- und Deckenkonstruktionen sowie der Gründung auf dem morastigen Schlossuntergrund sind demnach in den ursprünglich geplanten Kosten angemessen berücksichtigt. Auch lässt sich anhand der Untersuchungsergebnisse die Gefahr von Senkungen gegenwärtig wie auch während der Bauarbeiten ausschließen.
Für das gesamte Vorhaben sind Baukosten in Höhe von 21,5 Millionen Euro veranschlagt. Hiervon werden allein 10 Millionen Euro benötigt, um die Spätfolgen des Schlossbrandes von 1913 im Bereich des Burgsee- und Schlossgartenflügels zu beseitigen. Dies wäre losgelöst vom Bau des Plenarsaals ohnehin erforderlich. 7 Millionen Euro sind für den Umbau des Festsaals zum Plenarsaal angesetzt. 4,5 Millionen Euro sind für die Verbesserung der öffentlichen Nutzung vorgesehen, wozu insbesondere ein moderner Kongress- und Medienbereich zählt.
Da es sich bei der geplanten Gesamtbaumaßnahme nicht um einen Neubau, sondern um ein Bauvorhaben in historischem Bestand handelt, wurden weitere 4,5 Millionen Euro für unvorhersehbare Baukosten eingeplant. Bisher sind solche unvorhersehbaren Kosten nicht zu erkennen. Festgelegt wurde für das gesamte Vorhaben zudem, etwaige zusätzliche Ausgaben kostenneutral umzusetzen. Dies bedeutet, dass Mehrkosten innerhalb des Gesamtprojekts an anderer Stelle einzusparen sind.
03.08.2012
Abrissarbeiten und Untersuchungen der Bausubstanz im Festsaal des Schweriner Schlosses haben begonnen
Hier wie auch an anderen Stellen sollen unter anderem die Qualitäten des Mauerwerks bestimmt werden. Auch Unsicherheiten hinsichtlich des in der Vergangenheit verbauten Materials sollen auf diese Weise beseitigt werden. Dazu werden an verschiedenen Stellen unter anderem Bohrkerne entnommen. Das an den Festsaal angrenzende Pressezentrum des Landtages ist derzeit Teil der Baustelle. Der Arbeitsraum der Journalisten wird durch die Rückwand des ehemaligen Goldenen Saales begrenzt. Eine vorgelagerte Mauer wurde an verschiedenen Abschnitten aufgebrochen, um diese Rückwand begutachten zu können. Gefunden wurden dabei bereits Rußspuren, die aus der Zeit des Schlossbrandes im Jahr 1913 stammen. Untersuchungen der Bausubstanz erfolgen zurzeit ebenfalls im derzeitigen Plenarsaal sowie der Parlamentslobby. Gearbeitet wird zudem im 6. Obergeschoss des Schlosses. Hier werden Trennwände zurückgebaut, um auch dort den tatsächlichen Bauzustand freizulegen und die Ergebnisse in die so genannte Ausführungsplanung einfließen zu lassen.
Der Abtransport des Schutts wird über einen Gerüstturm auf der Südseite des Schlosses erfolgen. So bleibt das über den Museumseingang des Schlosses zu erreichende Treppenhaus von den aktuellen Arbeiten unbeeinträchtigt. Im September sollen die Voruntersuchungen abgeschlossen werden. Zu den ersten Ergebnissen der beschriebenen Arbeiten erklärt Landtagsdirektor Armin Tebben: „Bisher sind noch keine Risiken sichtbar geworden, die wir nicht einkalkuliert hätten.“
Für die gesamte Baumaßnahme, zu der insbesondere die Grundsanierung des Schlossgartenflügels und der Umbau des Festsaales zum Plenarsaal im Schloss Schwerin zählen, sind derzeit ca. 21,5 Millionen Euro vorgesehen. Davon werden etwa 7 Millionen Euro für den Umbau des heutigen Festsaales in einen Plenarsaal sowie den Einbau eines Konferenzbereiches eingesetzt. Mehr als 10 Millionen Euro sind für den Erhalt der Substanz des Schlossgarten- und Burgseeflügels notwendig. Dies sind Gelder, die auch unabhängig von dem Plenarsaalumbau aufgewendet werden müssen, um das Schweriner Schloss als bedeutendes Baudenkmal erhalten zu können. Hierbei nimmt vor allem die statische Instandsetzung einen großen Posten ein. Für die Gesamtmaßnahme kommen ca. 4,5 Millionen Euro für die Verbesserung der öffentlichen Nutzung sowie Nebenkosten wie zum Beispiel Prüfungen und Genehmigungen hinzu. Darüber hinaus sind infolge des Schlossbrandes im Jahr 1913 und der anschließenden verschiedensten Umbauarbeiten Risiken und Unwägbarkeiten für die Sanierung aufgetreten, sodass eine Reserve in Höhe von ca. 4,5 Millionen Euro einkalkuliert wird. Diese Gelder fließen lediglich dann in den Erhalt der Bausubstanz, wenn der Grad der Schädigung des Bauwerkes es erfordert. Im Rahmen der Sanierung des Schlossgartenflügels und des Baus eines Plenarsaals mit Konferenzbereich werden somit ca. 70 Prozent der Mittel in den Erhalt des Gebäudes, das heißt in denkmalpflegerische Leistungen, investiert. Zudem wird durch die Umbaumaßnahmen die ursprüngliche Raumfläche des beim Schlossbrand zerstörten Goldenen Saales wiederhergestellt.
13.07.2012
Ausbau aller Stuhlreihen des Festsaales abgeschlossen
Mitarbeiter der Landtagsverwaltung hatten sämtliche Stühle demontiert und für den Transport vorbereitet. Aktuell wird für den ehemaligen Festsaal ein so genannter Sondierungsabriss vorbereitet. Mit Beginn dieser Arbeiten werden dort dann insbesondere alle Wandverkleidungen entfernt. Baufachleute befassen sich im Anschluss mit dem freigelegten Mauerwerk und sämtlichen tragenden Elementen, um detaillierte Aussagen zum baulichen Zustand der Mauern und Decken treffen zu können. Der Abriss ist wichtige Voraussetzung für vorzunehmende statische Berechnungen sowie eine möglichst präzise Kalkulation der Baukosten. Dies gilt vor allem für die zu erwartenden Kosten der Sanierung der Bausubstanz in diesem Bereich des Schlosses, die unabhängig vom an dieser Stelle geplanten Einbau eines neuen Plenarsaals erforderlich ist. Interessant sein wird ebenfalls, ob beim Freilegen der Wände Reste der Wandgestaltung des ehemaligen Goldenen Saales entdeckt werden. Der durch den Schossbrand im Jahr 1913 zerstörte Goldene Saal befand sich einst dort, wo später der Festsaal eingebaut worden ist. Informationen zu diesen ersten Abrissarbeiten werden Sie unmittelbar nach deren Beginn hier in dieser Rubrik finden.
13.06.2012
Rückbau Festsaal begonnen
Mitarbeiter der Landtagsverwaltung bauen die Stuhlreihen des an einen Kinosaal erinnernden Raumes aus, an dessen Stelle sich zu großherzoglichen Zeiten einst der Goldene Saal befand. Die Stühle finden in der Scheune Bollewick, nahe der Stadt Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), eine neue Verwendung.
Am 10. Juni war der Festsaal im Rahmen des Tages der offenen Tür letztmals öffentlich zugänglich und in seiner derzeitigen Gestalt erlebbar. Zahlreiche Besucher erinnerten sich an dort erlebte Jugendweihefeiern, Konzerte oder Vorträge. Andere Gäste nutzten die Gelegenheit und verfolgten Vorträge zur Bewerbung des Schweriner Schlossensembles als UNESCO-Welterbe sowie zum Schlossbrand von 1913 und dessen Folgen.
An den Ausbau der Stuhlreihen schließt sich in der Sommerpause ein so genannter Sanierungsabriss an. Dabei werden insbesondere sämtliche Holzverkleidungen der Wände entfernt, um die vorhandene Bausubstanz gründlich prüfen zu können.
08.06.2012
Parlamentarische Baukommission bestätigt Planungen: Vorarbeiten zum Umbau des Festsaales beginnen in der kommenden Woche
Die Parlamentarische Baukommission des Landtages Mecklenburg-Vorpommern hat in dieser Woche die derzeitigen Planungen im Zusammenhang mit der anstehenden Sanierung des Schlossgartenflügels des Schweriner Schlosses sowie des Einbaus eines Plenarsaals in den heutigen Festsaal grundsätzlich bestätigt. Entschieden wurde auch, dass der Sieger des Architekten-Wettbewerbs zur Neugestaltung des Plenarsaales des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, das Architekturbüro Dannheimer & Joos (München), das Bauvorhaben weiter begleiten soll.
Damit beginnen in der kommenden Woche im Festsaal erste Vorarbeiten. Mitarbeiter der Landtagsverwaltung werden zunächst die Bestuhlung ausbauen. Die langen und dadurch sehr wuchtigen Sitzreihen landen nicht im Müll, sondern gehen nach Bollewick im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. In der dortigen Feldsteinscheune „Scheune Bollewick“ finden sie eine neue Verwendung. Am Sonntag (10. Juni 2012), dem Tag der offenen Tür des Landtages, wird der Festsaal von 10 bis 17 Uhr deshalb zum letzten Mal in seiner derzeitigen Gestalt zu erleben sein. Verfolgt werden können dort auch zwei Vorträge und Gespräche zur beabsichtigten Bewerbung des Schweriner Schlossensembles um die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste (Beginn: 11 Uhr) sowie zur Sanierung des Schlossgartenflügels und dem beabsichtigten Neubau eines Plenarsaals (Beginn: 15 Uhr).
An den Ausbau der Bestuhlung des Festsaals schließt sich in der Sommerpause ein so genannter Sanierungsabriss an. Dabei werden alle Wandverkleidungen - hier insbesondere die Holzvertäfelung - entfernt, um die vorhandene Bausubstanz intensiv prüfen zu können. Über weitere Entscheidungen der Parlamentarischen Baukommission informieren wir an dieser Stelle in der kommenden Woche im Zusammenhang mit den dann beginnenden Arbeiten.










