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12.09.2019, 12:10 Uhr

Weniger kommunale Kassenkredite in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin/Wiesbaden (dpa/mv) - Die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern haben ihre Kassenkredite zur Überbrückung kurzfristiger Zahlungsengpässe um 20 Prozent verringert. Diese Darlehen lassen sich mit dem Dispositionskredit eines privaten Verbrauchers vergleichen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, hatten die Gemeinden und Gemeindeverbände im Nordosten Ende vergangenen Jahres 394 Millionen Euro Kassenkredite in ihren Kernhaushalten stehen. Ein Jahr davor waren es noch 495 Millionen Euro gewesen.

Der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages, Andreas Wellmann, sagte in Schwerin, die Kassenkredite seien nur die eine Seite der Medaille. Für ein realistisches Bild der Finanz- und Verschuldungslage der Kommunen müssten auch die langfristigen Investitionskredite betrachtet werden. Diese betrugen Ende 2017 in Mecklenburg-Vorpommerns kommunalen Kern- und Extrahaushalten 1,3 Milliarden Euro. Dies ergibt eine Gesamtschuldenlast der Kommunen zu diesem Zeitpunkt von rund 1,8 Milliarden Euro. Für 2018 hat das Statistische Landesamt noch keine Daten zu den Investitionskrediten veröffentlicht.

Im kommenden Jahr soll Mecklenburg-Vorpommern ein neues Finanzausgleichsgesetz (FAG) bekommen, das die finanzielle Ausstattung der Kommunen regelt. Vorgesehen ist dabei auch ein Entschuldungsfonds mit 50 Millionen Euro jährlich. Besonders armen Kommunen will das Land so beim Abbau ihrer Schulden helfen.