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18.09.2019, 15:28 Uhr

Richtfest auf zweitgrößter Baustelle des Landes

Schwerin (dpa/mv) - Für mehr als 60 Millionen Euro baut das Land derzeit in Schwerin neue Depots und Werkstätten für die Landesarchäologie und das Staatliche Museum Schwerin. In zwei Jahren soll der 16 000 Quadratmeter große Bau fertig sein, wie das Bildungsministerium anlässlich des Richtfestes am Mittwoch mitteilte. Es sei die zweitgrößte Baustelle des Landes. Der Grundstein war vor zweieinhalb Jahren gelegt worden, die Planungen hatten den Angaben zufolge schon vor acht Jahren begonnen.

Ein Skandal war der Auslöser, dass der von Experten schon lange geforderte Depot- und Werkstättenbau in Angriff genommen wurde: In den Jahren 2002 bis 2004 verrotteten in der Landesarchäologie in Schwerin zwei 7000 Jahre alte Einbäume aus der Gegend von Stralsund. Publik wurde der Verlust im Jahr 2009. Die Einbäume waren aufgrund schlechter Voraussetzungen unsachgemäß gelagert worden. Es war kein Einzelfall: Tausende wichtige Zeugnisse der Landesgeschichte wurden zum Beispiel in feuchten ehemaligen Bunkern in Wiligrad bei Schwerin verwahrt und schimmelten.

«Mit den Bauten, die hier entstehen, bekommen 12 000 Jahre Kulturgeschichte ein endgültiges neues Zuhause», sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) anlässlich des Richtfestes. Wertvolle Bestände seien in den letzten 13 Jahren aus provisorischen Lagerstätten geborgen worden und würden zukünftig in dem neuen Depot zusammengeführt.