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09.11.2019, 02:16 Uhr

Gedenken an Pogromnacht in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (dpa/mv) - Mit zahlreichen Veranstaltungen wird an diesem Wochenende an die antijüdischen Pogrome vor 81 Jahren in Deutschland erinnert. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es unter anderem in Rostock, Schwerin und Neubrandenburg Gedenkveranstaltungen. In Rostock will der neue Antisemitismus-Beauftragte des Landes, Hansjörg Schmutzler, am Sonntag an einem Gedenken auf dem Jüdischen Friedhof teilnehmen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte, auch auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern habe es in der Pogromnacht schreckliche Ereignisse gegeben: in Rostock und Neubrandenburg, in Teterow und Greifswald und in vielen anderen Orten. Es sei ein Tag der Schande gewesen.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüsteten Nationalsozialisten etwa 7500 jüdische Geschäfte und Einrichtungen in Deutschland. Sie zündeten einen Großteil der rund 1200 Synagogen und Gebetshäuser an und stürmten Wohnungen. Mehr als 1300 Menschen wurden nach Schätzungen von Historikern getötet und 30 000 Menschen in Konzentrationslager verschleppt.