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26.03.2020, 12:20 Uhr

Schwesig: Zu früh für Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich erfreut über die vergleichsweise geringe Zahl von Corona-Infektionen im Land geäußert. Zugleich mahnte sie aber strikte Einhaltung der verhängten Bewegungseinschränkungen an. «Bin froh, dass die Zahlen in #MV nur langsam steigen. Dennoch ist Entwarnung oder Debatte um Lockerung der Maßnahmen zu früh», schrieb die Regierungschefin am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter. In einer Telefonkonferenz beriet sie mit ihren Ministern über die aktuelle Lage im Land und weitere Vorkehrungen, um das Infektionsrisiko gering zu halten.

Den jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts zufolge ist Mecklenburg-Vorpommern mit 15 nachgewiesenen Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner im Ländervergleich am wenigsten von der Pandemie betroffen. In Hamburg, Baden-Württemberg oder Bayern ist die Rate vier Mal so hoch.

Den Erhebungen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock zufolge waren bis Mittwochnachmittag (15.00 Uhr) in Mecklenburg-Vorpommern 245 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bekannt. Das war gegenüber dem Vortag ein Anstieg um 26 Fälle. 15 Patienten mussten oder müssen im Krankenhaus behandelt werden, drei davon auf einer Intensivstation. Tote gab es im Nordosten bislang nicht.

Für ganz Deutschland gab das Robert Koch-Institut am Mittwoch die Zahl der bekannten Infektionsfälle mit 36 500 an. Bundesweit starben demnach 198 Menschen an Covid 19.