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08.09.2020, 15:35 Uhr

Corona-Folge: Regelstudienzeit um ein Semester verlängert

Schwerin (dpa/mv) - Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Lehrbetrieb verlängert Mecklenburg-Vorpommern die Regelstudienzeit an seinen Hochschulen und Universitäten. Studenten, denen etwa durch die Schließung der Bibliotheken, fehlende Konsultationen oder veränderte Prüfungsabläufe Probleme entstanden seien, können ihr Studium um ein Semester verlängern. Das teilte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin mit. Dem Landtag werde dazu eine Änderung im Hochschulgesetz vorgeschlagen.

Somit könnten betroffene Studenten auch ein halbes Jahr lang länger Bafög beziehen. Dafür sei bislang eine umfangreiche Einzelfallprüfung nötig, die aber mit der bevorstehenden Gesetzesänderung entfalle. «Dies ist ein einmaliger Vorgang», sagte Martin und machte damit deutlich, dass sich die Regelung allein auf das Sommersemester 2020 bezieht, das in Folge der Corona-Pandemie mit erheblichen Einschränkungen verbunden gewesen sei. Daraus dürfe den Studenten kein Nachteil entstehen, begründete die Ministerin die Verlängerung der Regelstudienzeit.