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22.02.2021, 20:56 Uhr

MV begrüßt frühere Impfungen für Lehrer und Kita-Personal

Schwerin (dpa/mv) - Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat die angekündigten früheren Impfungen von Lehrkräften an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas begrüßt. «Wir haben grünes Licht. Das ist eine gute und wichtige Entscheidung», sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) in einer am Montagabend in Schwerin veröffentlichten Mitteilung. Ähnlich äußerten sich Bildungsministerin Bettina Martin und Sozialministerin Stefanie Drese (beide SPD).

Zum Schutz vor Corona-Infektionen sollen sich Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas bundesweit früher impfen lassen können als bisher geplant. Diese Beschäftigten sollten von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen werden, soweit nötiger Impfstoff in den Ländern da ist. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dazu einen Entwurf für eine Änderung der Impfverordnung in die Abstimmung gegeben, die voraussichtlich an diesem Mittwoch in Kraft treten soll.

Glawe sagte weiter, dass je nach Situation vor Ort diese Beschäftigten im Nordosten im März ein Impfangebot bekommen könnten. Wenn sich die Impf-Reihenfolge nicht verändern würde, wäre dies voraussichtlich erst im Sommer der Fall, hatte der Gesundheitsminister noch am Sonntag gesagt.

Die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge sei bereits jetzt sehr groß; dort zählten etwa über 70-Jährige dazu. Der Minister betonte, es müsse daher genügend Impfstoff vorhanden sein. Das Land habe mit dem Aufbau der Impfzentren die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.

Angesichts der erwarteten Zunahme von Impfstoff-Lieferungen in den nächsten Wochen laufen im Bundesland indes die Vorbereitungen zum Hochfahren der Impfmöglichkeiten. «Die Impfkapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern können erweitert werden, ebenso das Einladungsmanagement», sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Schwerin, Gunnar Bauer, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Momentan seien in den Impfzentren im Land pro Tag 7300 Impfungen möglich. Dies habe eine Abfrage ergeben. Eine Verdoppelung sei möglich.

Die dafür nötige Aufstockung des Personals obliegt den Landkreisen und kreisfreien Städten. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim gingen nach einer Ausschreibung für freiwillige Helfer im Dezember viel mehr Bewerbungen - von Ärzten, Pflegekräften und Verwaltungsmitarbeitern - ein, als zunächst benötigt wurden, wie Kreissprecher Andreas Bonin sagte. Aus diesem Pool würden beim Eintreffen größerer Mengen Impfstoff weitere Helfer aktiviert. Außerdem unterstütze die Bundeswehr.

Zudem sollen Arztpraxen künftig eine größere Rolle beim Impfen spielen. «Es ist Ziel, dass zukünftig auch in der Fläche durch die niedergelassenen Ärzte Impfungen durchgeführt werden», sagte Bauer. Voraussetzung für Impfpraxen sei neben einer ausreichenden Anzahl gelieferter Dosen auch, dass die Praxen an die landesweite Terminvergabe angeschlossen werden. Außerdem müssten sie die Impfungen tagesaktuell an das Robert Koch-Institut melden.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-532086/3