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08.04.2021, 11:56 Uhr

Schulstart nach Osterferien: Appell zur Nutzung der Tests

Schwerin (dpa/mv) - Nach zehntägiger Osterpause hat am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern wieder der Unterricht begonnen. Dabei kehrten in weiten Teilen des Landes die Schüler der Klassen eins bis sechs sowie der Abschlussklassen zum Präsenzunterricht in ihre Schulen zurück. Die Schüler der anderen Klassenstufen werden abwechselnd in der Schule und zu Hause unterrichtet.

Eine Ausnahme bildet der Landkreis Ludwigslust-Parchim: Dort wurde wegen der zuletzt hohen Corona-Infektionszahlen der Präsenzunterricht bis zum Wochenende ausgesetzt. Laut Kreisverwaltung wird mit Ausnahme der Abschlussjahrgänge zunächst Distanzunterricht erteilt.

Nach Angaben des Bildungsministeriums kann es von Montag an aber in ganz Mecklenburg-Vorpommern wieder Präsenzunterricht geben. Dafür maßgeblich ist die Sieben-Tage-Inzidenz. Liegt der Wert am Mittwoch der jeweiligen Vorwoche unter 150 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche, werden in der Region die unteren Klassenstufen und die Abschlussklassen regulär unterrichtet, die anderen abwechselnd in der Schule und zu Hause.

Wird die Marke von 150 am Stichtag überschritten, müssen in den betroffenen Landkreisen oder kreisfreien Städten mit Ausnahme der Abschlussklassen wieder alle Schüler zu Hause lernen. Für jüngere Schüler gibt es eine Notbetreuung. Am Mittwoch dieser Woche war der Schwellenwert in keiner Region des Bundeslandes überschritten worden.

Eine Corona-Testpflicht für Schüler - wie sie etwa Berlin und Brandenburg planen - gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Doch rief Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) dazu auf, die Schnelltests umfassend zu nutzen. Mit deren Hilfe könnten Infektionen rasch erkannt, Ansteckungen unterbunden und Schulschließungen verhindert werden. Unterstützung erhielt sie von Vertretern der Schüler-, Eltern- und Lehrerverbände des Landes. Es sei wichtig, dass für möglichst viele Kinder und Jugendliche wieder Präsenzunterricht ermöglicht werde, sagte der Vorsitzende des Landeselternrats, Kai Czerwinskie. Laut Martin können Schüler zwei Mal pro Woche freiwillig einen Test machen, auf Beschluss der Schulkonferenzen auch zu Hause.

© dpa-infocom, dpa:210408-99-125729/2