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29.07.2021, 17:56 Uhr

Sack vermisst Konzept für Geburtenstation in Crivitz

Crivitz (dpa/mv) - CDU-Landeschef Michael Sack hält die Millionenhilfe des Landes für die Rekommunalisierung des Crivitzer Krankenhauses nur für den Fall gerechtfertigt, dass dort auch die Geburtenstation erhalten bleibt. «Sollte dieses Ziel sich nicht verwirklichen lassen, gehe ich davon aus, dass das Finanzministerium in Schwerin die gewährte Fördersumme zurückverlangt», sagte Sack am Donnerstag nach einem Treffen mit Vertretern der Bürgerinitiative zum Erhalt der Station und Kommunalpolitikern in Crivitz (Kreis Ludwigslust-Parchim).

Nach dem Kauf der bislang von der Mediclin AG betriebenen Klinik ist der Landkreis seit Jahresbeginn alleiniger Gesellschafter. Wegen hoher Kosten hatte sich Mediclin entschlossen, die bei Schwangeren in der Region beliebte Geburtenstation zu schließen. Das hatte zu massiven Protesten und schließlich zum Eigentümerwechsel geführt, den das Land mit sechs Millionen Euro unterstützte.

Sack, der derzeit als CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl auf Wahlkampftour ist, zeigte Verständnis für den Wunsch der Bürgerinitiative, die Geburtenstation zu erhalten. Doch habe er nun erfahren, dass dies trotz der neuen Einflussmöglichkeiten des Landkreises in weite Ferne gerückt sei.

«Die Unterstützungszahlungen, die es hierfür vom Land gab, waren durchaus stattlich. Insofern hätte man eigentlich davon ausgehen müssen, dass die Geburtenstation nicht geschlossen werden muss beziehungsweise zügig wieder entsteht», erklärte Sack. Für den Erhalt seien aber ein klares Konzept des Landkreises und vor allem ein eindeutiges politisches Bekenntnis vonnöten. «An beidem scheint es derzeit zu fehlen», richtete der Unionspolitiker Kritik an die Adresse des SPD-geführten Landratsamtes.

© dpa-infocom, dpa:210729-99-605807/2