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15.09.2021, 11:58 Uhr

Nach Blockade will Greifswald Feuerwehrkosten von Störern

Greifswald (dpa/mv) - Nach der Blockade eines Blockheizkraftwerkes in Greifswald kommen erste Geldforderungen auf die Verursacher zu. Wie eine Sprecherin der Hansestadt am Mittwoch sagte, werden die bisherigen Kosten des Feuerwehreinsatzes in Höhe von etwa 1700 Euro der Gruppe in Rechnung gestellt. Es sei zum Schutz der Allgemeinheit vor überbordenden Kosten geboten, alle Kosten abzurechnen, die Störern zugeordnet werden können. Am Freitag hatten sechs junge Leute das Heizwerkgelände besetzt, drei waren auf einen Schornstein gestiegen, was zur Abschaltung für einen halben Tag führte.

Im Einsatz waren elf Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen, hieß es. Weitere Folgekosten seien möglich und würden ermittelt. Zudem ermittelt die Polizei wegen Hausfriedensbruchs gegen die drei Teilnehmer, die nach Aufforderung der Stadtwerke das Gelände nicht gleich wieder verlassen hatten und auf dem 30 Meter hohen Kraftwerksschornstein geblieben waren, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund. Das Trio hatte die Kletteraktion erst nach Vermittlungsgesprächen der Polizei abgebrochen. Dies könne auch mit Geldstrafen belegt werden, hieß es. Das stehe aber erst nach Abschluss der Ermittlungen fest.

450 Haushalte und 25 Firmen im Stadtzentrum waren von Heizung und Warmwasserversorgung abgeschnitten. Die Tatverdächtigen, die sich als Umweltaktivisten bezeichneten, kommen aus Greifswald und Umgebung. Der Protest hatte sich gegen die Verwendung fossiler Brennstoffe gerichtet.

© dpa-infocom, dpa:210915-99-226487/2