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24.01.2023, 19:15 Uhr

Gedenkstunde im Landtag für Opfer des Nationalsozialismus

Mit einer Gedenkstunde hat der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns am Dienstagabend der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die Veranstaltung fand wenige Tage vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar statt, der seit 1996 in Deutschland ein gesetzlich verankerter Gedenktag ist. Am 27. Januar 1945 waren die überlebenden Insassen des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit worden.

Landtagspräsidentin Birgit Hesse erinnerte an das Leid, das die nationalsozialistische Gewaltherrschaft über Millionen Menschen gebracht hatte. Sie seien ausgegrenzt, entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet worden. Dabei seien Jüdinnen und Juden in besonderer Weise betroffen gewesen. Die Erinnerung daran müsse wach gehalten und an künftige Generationen weitergereicht werden, um Lehren aus der Geschichte zu ziehen.

«Das Nazi-Regime wütete nicht nur in den Konzentrationslagern wie Auschwitz, Dachau und Buchenwald oder in großen Städten, sondern auch unmittelbar hier vor unserer Haustür. So unfassbar diese Geschehnisse auch sind, müssen wir heute - 78 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz - feststellen, dass der Antisemitismus aus Deutschland nicht verschwunden ist», konstatierte Hesse. Judenfeindliche Sprüche und eine Verharmlosung des Dritten Reiches bis hin zu antisemitischen Gewalttaten machten deutlich, dass nicht jeder aus der Vergangenheit gelernt habe.

«Es ist wichtig, immer wieder aufzuzeigen, was geschehen kann, wenn demokratische Errungenschaften ausgehebelt werden und nicht mehr gelten. Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wirkt deshalb stets auch in die Zukunft», betonte die Landtagspräsidentin. Aktives Erinnern schütze den demokratischen Rechtsstaat und dessen Werte. «Demokratie ist kein Selbstzweck und kein Selbstverständnis! Sondern wir müssen immer und immer wieder für unsere Demokratie einstehen», mahnte Hesse.