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Umweltpreis 2020/2021

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe große und kleine Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit guten Ideen für den Schutz unserer gemeinsamen Umwelt, mit Jahresbeginn 2020 befindet sich fast die gesamte Menschheit, ausgelöst durch ein Bündel von Molekülen, das nicht einmal unter einem optischen Mikroskop zu erkennen ist, im Ausnahmezustand, dessen Auswirkungen jede Familie, Schulklasse oder jedes Arbeitskollegium spürt. Für uns alle hat sich das alltägliche Leben spürbar verändert. Jede und jeder ist auf den verschiedensten Wegen betroffen.

Diese Krise darf uns jedoch nicht vergessen lassen, dass es auch ein Leben vor und nach Corona gibt. Die Gesundheit unseres Planeten muss jetzt erst recht im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. An dieser Stelle sind wir beim Umweltpreis des Landtages Mecklenburg-Vorpommern zum Gedenken an Ernst Boll angelangt.

Es ist mir deshalb eine ganz besondere Freude, nach 2016 und 2018 bereits zum dritten Mal in der laufenden Legislaturperiode als Vorsitzende des Agrarausschusses des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, ­­der gleichzeitig als Jury für die Vergabe des Umweltpreises fungiert, die Ausschreibung und Verleihung dieser einzigartigen Auszeichnung begleiten zu dürfen. Nach wie vor ist unser Landtag das einzige Landesparlament im deutschsprachigen Raum, das auf diese Weise interessante Projekte und Aktivitäten zum Wohle unserer Umwelt würdigt.

Seit der ersten Auslobung der Auszeichnung im Jahre 1992 standen immer Fragen im Fokus, die besondere Bedeutung für unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern haben und an denen aus aktuellem Anlass ein besonderes Interesse der Öffentlichkeit besteht: der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen unserer Bürgerinnen und Bürger – Wasser, Klima, Artenvielfalt – sowie die Minimierung der Folgen anthropogener Tätigkeit auf die Umwelt – Energieverbrauch, Abfall, Plastikmüll. Diesem Ansatz ist die Jury auch dieses Mal gefolgt: Welcher Aspekt berührt das Leben der Menschen (vielleicht mit Ausnahme des gesundheitlichen Wohlergehens) wie kaum ein anderer? – Sicher ist dies die Verfügbarkeit der zum „Leben notwendigen Mittel", der Lebensmittel, die wir essen und trinken.

Aus diesem Grunde hat der Ältestenrat des Landtages auf einstimmigen Vorschlag der Jury für den 17. Ausschreibungsturnus – Ausschreibung 2020, Preisverleihung 2021 – nachstehendes Thema bestätigt:

„Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung".

 

Die Ausschreibung richtet sich wie immer ebenso an Kinder und Jugendliche („Jugendumweltpreis") wie auch an Einzelpersonen und Personengruppen (Verbände, juristische Personen, Körperschaften, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen – „Umweltpreis"). Mit der Bewertung in diesen beiden Gruppen wird einerseits den unterschiedlichen Möglichkeiten der Bewerber Rechnung getragen. Andererseits werden Kinder und Jugendliche zielgerichtet dabei unterstützt, einen Beitrag zum Natur-und Umweltschutz zu leisten. Kindergartenkinder sowie Schülerinnen und Schüler von heute sind diejenigen, die morgen die Verantwortung für die Gesellschaft und deren Lebensbedingungen tragen werden. Deshalb verdienen sie alle Förderung, die heutige Erwachsene ihnen bieten können.

Trotz der gegenwärtig keineswegs einfachen Bedingungen hoffe ich auf zahlreiche, qualitativ hochwertige Bewerbungen und bedanke mich schon jetzt recht herzlich für Euer/Ihr Interesse sowie Engagement im Sinne unserer Umwelt.

Elisabeth Aßmann
Vorsitzende des Agrarausschusses des Landtages Mecklenburg-Vorpommern

Umweltpreis des Landtages Mecklenburg-Vorpommern verliehen

Landtagspräsidentin Birgit Hesse hat heute (25. September 2019) in Schwerin den Umweltpreis 2018/2019 des Landtages Mecklenburg-Vorpommern in zwei Kategorien verliehen. Im Plenarsaal des Schweriner Schlosses zeichnete sie gemeinsam mit der Vorsitzenden des Agrarausschusses des Landtages und Jury-Vorsitzenden, Elisabeth Aßmann, die Preisträger in den Kategorien „Umweltpreis" und „Jugend-Umweltpreis" aus. Zum Wettbewerbsthema „Clevere Lösungen für weniger Kunststoff im Alltag" waren 13 Projekte in die engere Auswahl gelangt. Umweltpreis und Jugend-Umweltpreis sind zusammen mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Einzelpersonen aller Altersstufen, Gruppen, Verbände, Netzwerke sowie juristische Personen konnten sich am Wettbewerb beteiligen. Birgit Hesse: „Beim Thema ‚Plastikmüll‘ besteht Handlungsbedarf. Die damit im Zusammenhang stehenden globalen Fragen gehen uns alle an. Sie lassen sich nur gemeinsam und staatenübergreifend lösen, jedoch sollten die Industrienationen hierbei eine Vorreiterrolle übernehmen. Deshalb sind lokale und regionale Ideen gefragt. Der Umweltpreis des Landtages, der heute zum 16. Mal vergeben wird, soll auf Projekte, Leistungen und Initiativen aufmerksam machen, die zur umweltpolitischen Bewusstseinsbildung beitragen. Die eingereichten guten Denkansätze, der Ideenreichtum bei der Umsetzung sowie das große ehrenamtliche Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger des Umweltpreises und des Jugend-Umweltpreises zeigen uns, dass es viele Möglichkeiten gibt, um der Plastik-Vermüllung unserer Erde zu begegnen. Wir alle kennen das Motto ‚Global denken – lokal handeln‘ – heute zeichnet der Landtag hervorragende Beispiele hierfür aus."

Mit der Vergabe des mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Umweltpreises verfolgt der Landtag das Ziel, herausragende Initiativen zum Umwelt- und Naturschutz zu würdigen, die weitere Arbeit der Preisträger zu fördern und zur umweltpolitischen Bewusstseinsbildung im Land beizutragen. Ausgezeichnet werden Leistungen, die Vorbildfunktion haben, an anderer Stelle wiederholbar sind und dazu beitragen, Mecklenburg-Vorpommern als attraktiven Lebensraum zu erhalten und auch unter Berücksichtigung globaler Erfordernisse zukunftsfähig zu entwickeln.

Seit 1992 lobt der Landtag Mecklenburg-Vorpommern den Umweltpreis zum Gedenken an Ernst Boll aus, einem bedeutenden Naturforscher und Historiker aus Neubrandenburg (1817 – 1868). Seine Schaffenskraft widmete er insbesondere der mecklenburgischen Landes- und Naturgeschichte. Politisch engagiert war Boll in Gremien der Reformbewegung an der Seite von Fritz Reuter. Der Preis ist bis heute der einzige deutsche Umweltpreis, der von einem Parlament vergeben wird.

Preisträger des Umweltpreises

Universitäts- und Hansestadt Greifswald

für das Projekt: "Einführung eines nachhaltigen Pfandsystems für coffee to go"

(Preisgeld: 5.000 Euro)

Tourismusverband Rügen e. V.

für das Projekt: "Weniger fürs Meer - Initiative zur Vermeidung von Einwegplastik und zur Stärkung des Umweltbewusstseins auf Rügen und in der Hansestadt Stralsund"

(Preisgeld: 5.000 Euro)

Preisträger des Jugend-Umweltpreises

Grundschule "Käthe Kollwitz" Greifswald

für das Projekt: "Denkanstöße in der Bücherkiste"

(Preisgeld: 5.000 Euro)

BUNDjugend MV

für das Projekt: "It´s no plastic - it´s fantastic - Alternativen zu Plastik entdecken"

(Preisgeld: 5.000 Euro)

Mikado H Förderschule Hagenow

für das Projekt: "Bewusster Verzicht auf Kunststoff und Nutzen von Alternativen im Alltag"

(Preisgeld: 2.500 Euro)

Arche Schule, Evangelische Schule Waren Müritz

für das Projekt: "Weniger Müll im Alltag - Durch Herstellung eigener Produkte"

(Preisgeld: 2.500 Euro)

Ältestenrat bestätigt Beschluss der Umweltpreis-Jury über die Preisträger 2019

Während seiner gestrigen Beratung hat der Ältestenrat des Landtages die Entscheidung des Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt, der gleichzeitig Jury für die Vergabe des Umweltpreises des Landtages Mecklenburg-Vorpommern zum Gedenken am Ernst Boll ist, bestätigt. Der Umweltpreis, der sich in die Kategorien „Umweltpreis“ und „Jugendumweltpreis“ gliedert, wird den Preisträgerinnen und Preisträgern am 25. September 2019 im Plenarsaal des Schweriner Schlosses verliehen.

Der Agrarausschuss hatte im Vorjahr in seiner Funktion als Jury des Umweltpreises einstimmig beschlossen, diesen zum Thema "Clevere Lösungen für weniger Plastik im Alltag" auszuschreiben und im Jahr 2019 zu vergeben. Nach Ende der Ausschreibungsfrist am 31. Januar 2019, hat nunmehr die Jury auf der Grundlage gutachtlicher Stellungnahmen des Umweltministeriums, des Wirtschaftsministeriums sowie des Naturschutzverbandes BUND am 6. Juni 2019 beschlossen, den Jugendumweltpreis zu vergeben an

● die Grundschule "Käthe Kollwitz" Greifswald für das Projekt: "Denkanstöße in der Bücherkiste",

● die BUNDjugend MV für das Projekt: "It´s no plastic - it´s fantastic - Alternativen zu Plastik entdecken" (dotiert mit jeweils 5.000 €),

● die Mikado H Förderschule Hagenow für das Projekt: "Bewusster Verzicht auf Kunststoff und Nutzen von Alternativen im Alltag" sowie

● die Arche Schule, Evangelische Schule Waren Müritz für das Projekt: "Weniger Müll im Alltag - Durch Herstellung eigener Produkte" (dotiert mit jeweils 2.500 €).

Den Umweltpreis mit einer Dotierung von jeweils 5.000 € erhalten:

● die Universitäts- und Hansestadt Greifswald für das Projekt: "Einführung eines nachhaltigen Pfandsystems für coffee to go" und

● der Tourismusverband Rügen e. V. für das Projekt: "Weniger fürs Meer - Initiative zur Vermeidung von Einwegplastik und zur Stärkung des Umweltbewusstseins auf Rügen und in der Hansestadt Stralsund".

Hierzu erklärt die Vorsitzende der Jury, Elisabeth Aßmann. "Ich freue mich sehr, dass alle Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Umweltpreis diesmal einstimmig getroffen worden sind. Ein kleiner Wermutstropfen ist dabei, dass aufgrund der Doppelprämierungsverbots nach § 5 der Vergaberichtlinien - Preisträger dürfen noch nicht anderweitig ausgezeichnet worden sein - zwei weitere tolle Bewerbungen auf den Preis,

● die Seepferdchenklasse der Evangelischen Schule Robert Lansemann, Wismar mit dem Projekt "Antimonsterfrühstück" sowie

● die Pinguinklasse der Grundschule Bröbberow, mit dem Projekt "Die Ökostarter - weniger Plastik im Schulalltag", nicht berücksichtigt werden konnten.

Gleichwohl gebührt ihnen unserer aller Anerkennung, denn mit der Verknüpfung von Begeisterung und Interesse für die Umwelt, Vermittlung von Schulstoff und ehrenamtlichem Engagement sind diese Schulklassen beispielgebend. Diese Aktivitäten sind uneingeschränkt zur Nachahmung empfohlen. Wenn solche Ideen in der Breite aufgegriffen werden, ist das ein bedeutender Schritt zur Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen."

Ältestenrat bestätigt Umweltpreisthema

Während seiner jüngsten Sitzung hat der Ältestenrat des Landtages die vom Agrarausschuss beschlossene Änderung der Vergaberichtlinien sowie das Thema für die Neuausschreibung beschlossen. Diesmal sind „Clevere Lösungen für weniger Kunststoff im Alltag“ gefragt.

Hierzu erklärte die Vorsitzende des Agrarausschusses, der als Jury für die Vergabe des Preises agiert, Elisabeth Aßmann: "Mit allen bisherigen Umweltpreisen sind Themen in den Fokus gerückt worden, die für unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern von besonderer Bedeutung waren und an denen aus aktuellem Anlass ein besonderes öffentliches Interesse bestand. Diesem Ansatz ist die Jury auch dieses Mal gefolgt. Nachdem bereits 1994 der Umweltpreis für "Vorbildliche Maßnahmen und Initiativen zur Abfallvermeidung und Abfallverwertung" vergeben worden war, lautet des aktuelle Thema

"Clevere Lösungen für weniger Kunststoff im Alltag".

Auch diesmal richtet sich die Ausschreibung sowohl an Kinder und Jugendliche ("Jugendumweltpreis") als auch an Einzelpersonen, Personengruppen (Verbände, juristische Personen, Körperschaften, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen - "Umweltpreis"). Damit wollen wir nicht nur den unterschiedlichen Möglichkeiten der Bewerber Rechnung tragen, sondern auch zielgerichtet Kinder und Jugendliche unterstützen, die einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten. Denn die Kindergartenkinder sowie Schüler und Schülerinnen von heute sind diejenigen, in deren Hände wir unser wertvollstes Erbe, unsere einzigartige Kulturlandschaft und unsere reiche Naturausstattung, legen werden. Sie sind die Entscheidungsträger von morgen, von denen wir uns - wie eine indianische Weisheit sagt - ,die Erde geliehen haben'. Die Herausforderungen, die die Erhaltung und Wiederherstellung einer intakten Natur an uns stellen, sollen schon den Kleinsten so früh wie möglich vermittelt werden und wie geht das besser als durch eigenes Erleben? Ich freue mich auf möglichst zahlreiche, vielversprechende Bewerbungen und möchte mich schon jetzt recht herzlich für den engagierten Einsatz im Sinne unserer Umwelt bedanken."

Die Ausschreibung beginnt mit der Bekanntmachung der Mitteilung der Präsidentin des Landtages im Amtsblatt Mecklenburg-Vorpommern am 17. September 2018 und endet am 31. Januar 2019.  

Umweltpreis des Landtages M-V

Seit 1992 lobt der Landtag Mecklenburg-Vorpommern den Umweltpreis zum Gedenken an Ernst Boll aus, einem bedeutenden Naturforscher und Historiker aus Neubrandenburg (1817 – 1868). Seine Schaffenskraft widmete er insbesondere der mecklenburgischen Landes- und Naturgeschichte. Politisch engagiert war Boll in Gremien der Reformbewegung an der Seite von Fritz Reuter. Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Landesparlament in Deutschland, das einen eigenen Umweltpreis verleiht.

Ansprechpartner

Landtag Mecklenburg-Vorpommern
Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt

Lennéstraße 1
19053 Schwerin

fon: +49 (0) 385 525-1560
fax: +49 (0) 385 525-1565

agrarausschuss@landtag-mv.de 

Referatsleiter:
Dr. Wolfgang Röhl