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Ältestenrat bestätigt Umweltpreisthema

Während seiner jüngsten Sitzung hat der Ältestenrat des Landtages die vom Agrarausschuss beschlossene Änderung der Vergaberichtlinien sowie das Thema für die Neuausschreibung beschlossen. Diesmal sind „Clevere Lösungen für weniger Kunststoff im Alltag“ gefragt.

Hierzu erklärte die Vorsitzende des Agrarausschusses, der als Jury für die Vergabe des Preises agiert, Elisabeth Aßmann: "Mit allen bisherigen Umweltpreisen sind Themen in den Fokus gerückt worden, die für unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern von besonderer Bedeutung waren und an denen aus aktuellem Anlass ein besonderes öffentliches Interesse bestand. Diesem Ansatz ist die Jury auch dieses Mal gefolgt. Nachdem bereits 1994 der Umweltpreis für "Vorbildliche Maßnahmen und Initiativen zur Abfallvermeidung und Abfallverwertung" vergeben worden war, lautet des aktuelle Thema

"Clevere Lösungen für weniger Kunststoff im Alltag".

Auch diesmal richtet sich die Ausschreibung sowohl an Kinder und Jugendliche ("Jugendumweltpreis") als auch an Einzelpersonen, Personengruppen (Verbände, juristische Personen, Körperschaften, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen - "Umweltpreis"). Damit wollen wir nicht nur den unterschiedlichen Möglichkeiten der Bewerber Rechnung tragen, sondern auch zielgerichtet Kinder und Jugendliche unterstützen, die einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten. Denn die Kindergartenkinder sowie Schüler und Schülerinnen von heute sind diejenigen, in deren Hände wir unser wertvollstes Erbe, unsere einzigartige Kulturlandschaft und unsere reiche Naturausstattung, legen werden. Sie sind die Entscheidungsträger von morgen, von denen wir uns - wie eine indianische Weisheit sagt - ,die Erde geliehen haben'. Die Herausforderungen, die die Erhaltung und Wiederherstellung einer intakten Natur an uns stellen, sollen schon den Kleinsten so früh wie möglich vermittelt werden und wie geht das besser als durch eigenes Erleben? Ich freue mich auf möglichst zahlreiche, vielversprechende Bewerbungen und möchte mich schon jetzt recht herzlich für den engagierten Einsatz im Sinne unserer Umwelt bedanken."

Die Ausschreibung beginnt mit der Bekanntmachung der Mitteilung der Präsidentin des Landtages im Amtsblatt Mecklenburg-Vorpommern am 17. September 2018 und endet am 31. Januar 2019.  

Träger des Umweltpreises des Landtages zum Gedenken an Ernst Boll stehen fest!

Nun ist es raus! Die Preisträger des 15. Ausschreibungsturnus stehen fest! Wie bereits 2015 ist die Auszeichnung auch diesmal in den Kategorien „Jugendumweltpreis“ und „Umweltpreis“ vergeben worden. 33 Bewerbungen – in denen sehr viel Engagement, Fleiß und Ausdauer sowie oftmals ein langer Atem stecken – sprechen eine deutliche Sprache. Mit dem Thema „Streuobstwiese, Bienenweide und Co. – Engagement für die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft“ wurde offenbar der Nagel auf den Kopf getroffen. Dafür spricht auch die breite Streuung des Bewerberkreises: Vereine und Verbände, aber auch Privatpersonen oder Schulklassen haben an der Ausschreibung teilgenommen. Ein Novum ist, dass diesmal Netzwerke – wie die Bienenstraße oder das Streuobstnetzwerk – unter den Preisträgern sind. Sie stehen dafür, dass bei der Umsetzung der in den Vergaberichtlinien formulierten Zielstellung des Umweltpreises, Projekte, Leistungen und Initiativen bekanntzumachen, die zur umweltpolitischen Bewusstseinsbildung beitragen, eine neue Qualität erreicht worden ist. Würdiger Ort der Preisverleihung am Mittwoch, dem 8. November 2017, wird der gestern seiner Bestimmung übergebene neue Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern im Schweriner Schloss sein.

Mit der Bestätigung des Votums der Jury durch den Ältestenrat am heutigen Tage hat die Zeit des Wartens für alle Bewerber und die interessierte Öffentlichkeit ein Ende: Der Jugendumweltpreis wird vergeben an:

  • die Warnowschule Papendorf für das Projekt "Unsere Streuobstwiese hält uns in Schwung, ob Äpfel, Bienen, Alt oder Jung - Die Einbindung unserer Streuobstwiese in die Umweltbildung der Warnowschule Papendorf" (Preisgeld: 4.000 €),
  • die Freie Schule Rügen Dreschvitz für das Projekt "Schulgarten und Bienen - Freie Schule Rügen" (Preisgeld: 3.000 €),
  • die Recknitz-Grundschule Ahrenshagen für das Projekt "Bewusstes Wahrnehmen, Erhalten und Gestalten der Natur auf unserem Schulgelände" (Preisgeld: 3.000 €).

Den Umweltpreis erhalten:

  • das Netzwerk Bienenstraße für das Projekt: "Erlebnisreich Bienenstraße" (Preisgeld: 7.000 €)
  • das Streuobstnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern für das Projekt "Streuobst - Genuss & Vielfalt - Streuobstnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern" (Preisgeld: 5.000 €),
  • Herr Stefan Wilke, Loitz Vorbein für das Projekt "Lebens-Wiese Rügen" (Preisgeld: 3.000 €).

 

Hintergrund:

Umweltpreise gibt es viele in Deutschland. Sie werden von Ministerien und Kommunen, Verbänden und Stiftungen ausgelobt. Es gibt aber nach wie vor nur ein einziges Landesparlament, das einen Umweltpreis mit großem Erfolg seit 1992 ausschreibt: den Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Diese Auszeichnung, mit der herausragende Initiativen zum Umwelt- und Naturschutz gewürdigt werden sollen, wird seit 2014 in den Kategorien "Umweltpreis" sowie "Jugendumweltpreis" ausgelobt. Während der Umweltpreis durch eine stärkere Ausrichtung auf Wissenschaft und Forschung Anreize für die Einbeziehung hochwertiger und innovativer Leistungen bieten soll, wird mit dem Jugendumweltpreis den Möglichkeiten junger Menschen entsprochen, die viel Engagement für die Umwelt sowie Problemlösungen auf diesem Gebiet entfalten, aber nicht über die Möglichkeiten professioneller Projekte verfügen. Beides - da waren sich die Mitglieder der Jury sehr einig - leistet einen Beitrag zur Qualitätssicherung und zur Zukunftsfähigkeit des nach wie vor einzigen Umweltpreises eines Landesparlamentes im deutschsprachigen Raum. Des Weiteren ist das Preisgeld in 15.000 € für den Umweltpreis sowie 10.000 Euro für den Jugendumweltpreis - in jeder Kategorie sind wiederum mehrere Preisträger möglich - aufgeteilt worden. Es ist das wesentliche Ziel des Umweltpreises, kreative Ideen zu fördern, die als Grundlage für weiteres Handeln dienen können. Der Preis soll die Projekte der Preisträger einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Darüber hinaus leistet er einen Beitrag zur Herausbildung und weiteren Vertiefung des umweltpolitischen Bewusst­seins unserer Bürgerinnen und Bürger. Gleich zu Beginn der 7. Legislaturperiode des Landtages hatte der Agrarausschuss in seiner Funktion als Jury des Umweltpreises den Beschluss gefasst, den Umweltpreis noch im Kalenderjahr 2016 zum Thema "Streuobstwiese, Bienenweide und Co. - Engagement für die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft" auszuschreiben und im Jahr 2017 zu vergeben. Nachdem die Ausschreibungsfrist Ende Juni 2017 ausgelaufen war, haben die in das Auswahlverfahren einbezogenen Gutachter der Universität Rostock, der Hochschule Neubrandenburg sowie des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt ihre Stellungnahmen im Hinblick auf die Qualität, die Zielrichtung sowie die Breitenwirkung der Projekte erarbeitet. Auf dieser Grundlage hat die Jury bereits in der Vorwoche ihre Entscheidung getroffen.

Umweltpreis 2016/2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit 1992 lobt der Landtag Mecklenburg-Vorpommern den Umweltpreis zum Gedenken an den bedeutenden mecklenburgischen Naturforscher und Historiker Ernst Boll (1817 bis 1868) aus. Nach wie vor ist der Umweltpreis des Landtages Mecklenburg-Vorpommern deutschlandweit die einzige derartige Auszeichnung eines Landesparlamentes. Der in den Kategorien "Umweltpreis" (dotiert mit 15.000 €) und "Jugendumweltpreis" (dotiert mit 10.000 €) zu vergebende Umwelt­preis dient dem Ziel, herausragende Initiativen zum Umwelt- und Naturschutz zu würdigen, die weitere Arbeit der Preisträger zu fördern und durch die Bekannt­machung ihrer Projekte, Leistungen und Initiativen zur umweltpolitischen Bewusst­seinsbildung im Lande beizutragen.

Gemeinsam mit der Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Frau Sylvia Bretschneider, habe ich erstmalig in der laufenden Wahlperiode zu Bewerbungen um diesen Preis aufgerufen, der in diesem Jahr bereits zum 15. Mal vergeben wird und dessen Thema

"Streuobstwiese, Bienenweide und Co. - Engagement für die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft".

lautet. 

Als Vorsitzende der Jury des Umweltpreises bitte ich Sie, mögliche Bewerber durch Ihre Institution oder Ihnen gegebene Mitteilungsmöglichkeiten auf die Ausschreibung aufmerksam zu machen. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass die Bewerbungsfrist am Freitag, dem 30. Juni 2017 (Datum des Poststempels), endet. Die Bewerbungsunterlagen sind in einfacher Ausfertigung in Papierform sowie auf Datenträger (CD-ROM zur Vervielfältigung durch die Geschäftsstelle) an folgende Adresse zu richten:

Landtag Mecklenburg-Vorpommern
- Geschäftsstelle des Umweltpreises -
Schloss Schwerin, Lennéstraße 1
19053 Schwerin

Weitere Bewerbungsunterlagen und Begleitbroschüren können bei der Geschäfts­stelle des Umweltpreises (agrarausschuss@landtag-mv.de; Tel. 0385/5251560) oder dem Referat Öffentlichkeitsarbeit des Landtages Mecklenburg-Vorpommern angefordert oder online über die Internetverbindung des Landtages (www.landtag-mv.de) heruntergeladen werden.

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Aßmann

Vorsitzende der Jury des Umweltpreises
des Landtages Mecklenburg-Vorpommern
zum Gedenken an Ernst Boll

Broschüre Umweltpreis 2016/2017
Bewerbungsbogen
Merkblatt Steuer  

Ausschreibungsunterlagen

Umweltpreis 2018/2019

Umweltpreis des Landtages M-V

Seit 1992 lobt der Landtag Mecklenburg-Vorpommern den Umweltpreis zum Gedenken an Ernst Boll aus, einem bedeutenden Naturforscher und Historiker aus Neubrandenburg (1817 – 1868). Seine Schaffenskraft widmete er insbesondere der mecklenburgischen Landes- und Naturgeschichte. Politisch engagiert war Boll in Gremien der Reformbewegung an der Seite von Fritz Reuter. Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Landesparlament in Deutschland, das einen eigenen Umweltpreis verleiht.

Ansprechpartner

Landtag Mecklenburg-Vorpommern
Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt

Lennéstraße 1
19053 Schwerin

fon: +49 (0) 385 525-1560
fax: +49 (0) 385 525-1565

agrarausschuss@landtag-mv.de 

Referatsleiter:
Dr. Wolfgang Röhl