Zur Hauptnavigation springen Zum Inhalt springen

Die zwei Seiten eines Welterbe-Titels: Wie lassen sich Kulturtourismus und Denkmalschutz verbinden? Schlossgespräch suchte nach Antworten

Das Schlossgespräch fand im Thronsaal statt.

Wer heute in Mecklenburg-Vorpommern auf Kulturreise geht, der kommt auch am Schweriner Residenzensemble, „einem Zeugnis der letzten Blüte höfischer Kultur“, nicht vorbei. „Um all das zu erhalten, wird viel getan“, betonte Sylvia Bretschneider. In den vergangenen 20 Jahren habe es kaum ein Jahr gegeben, in dem das Schloss nicht an mindestens einer Stelle eingerüstet gewesen sei. Denn: „Mit dem Erbe kommt auch die Verpflichtung, dieses zu erhalten.“ Und zu vermitteln. „Hier liegt noch einiges vor uns.“ So werde gegenwärtig die Ausstellung im Schlossmuseum neu konzipiert, verstärkt digital gedacht und „an einem gemeinsamen Internetauftritt für alle Partner“ gearbeitet, um die Bewerbung Schwerins noch besser in die Öffentlichkeit zu tragen. Über allem stehe jedoch der Gedanke der Nachhaltigkeit – sowohl für den Kulturtourismus, als auch für das Welterbe selbst.

Ein Bewusstsein, das Prof. Dr. Jörg Haspel sicher gern hörte. Als Präsident des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS, dem Internationalen Rat für Denkmalpflege, begleitet er viele Welterbestätten auf ihrem Weg dahin. Natürlich stehe für Denkmalschützer wie ihn die Erhaltung der historischen Stätten an erster Stelle. Das mache sie aber nicht zu Gegnern von Kulturtourismus. Er betrachte sie viel mehr als „Korrektiv“, dem es darum gehe, ein richtiges Maß zwischen Erleben und Erhalten zu finden. „Die Basis für jeden Kulturtourismus ist, dass Kultur erhalten bleibt.“

Hier können Sie die Begleitpublikation zum Schlossgespräch einsehen.

War der Artikel hilfreich?
Nein

Teilen Sie uns Ihr Feedback mit

Ihr Kommentar ist anonym und wird nicht auf der Seite veröffentlicht. Es dient nur der internen Auswertung.

200 Zeichen
Teilen