Gedenkkonzert für die Opfer des Nationalsozialismus im Landtag Mecklenburg-Vorpommern 2026
Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hat der Landtag Mecklenburg-Vorpommern am 27. Januar zu einem Gedenkkonzert in den Plenarsaal des Schweriner Schlosses eingeladen.
Eröffnet wurde der Abend von Landtagspräsidentin Birgit Hesse, die in ihrer Rede daran erinnerte, wie sehr die Zeit des Nationalsozialismus mahne, was geschehen könne, wenn Demokratie verachtet und Macht über Recht gestellt werde. Im Anschluss an die Rede der Landtagspräsidentin gedachten die Abgeordneten und geladenen Gäste der Opfer des Nationalsozialismus mit einer Schweigeminute. Unter den Gästen befanden sich auch Schülerinnen und Schüler aus Schweriner Schulen.
Das Gedenkkonzert gestalteten die norwegischen Künstler Haakon und Martha Smith, die Sopranistin Cloi Sugano und der Tenor Edrian Esmena. Sie präsentierten eine Auswahl aus dem Liederzyklus „Stimmen des Holocaust“. Er entstand größtenteils aus Lebensgeschichten, die Haakon und Martha Smith während ihrer Studienzeit in New York von Holocaust-Überlebenden, ihren damaligen Nachbarn, erfahren haben. Mit Joana Buchholz, Lucy Vetting und Lucie Lengardt trugen drei Schülerinnen des Malchower Gymnasiums „Fleesenseeschule“ die begleitenden Texte zum Liederzyklus vor.
Unmittelbar vor dem Gedenkkonzert hatte Prof. Dr. Sigrid Jacobeit einige Worte an die Anwesenden gerichtet. Als ehemalige Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück hat sie die Erinnerungsarbeit an einem der zentralen Orte nationalsozialistischer Verbrechen über viele Jahre maßgeblich geprägt.
Hintergrund
Der 27. Januar ist in Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 und ist ein bundesweiter Gedenktag.