Anlässlich des heutigen 17. Juni erklärt Landtagspräsidentin Birgit Hesse:
„Heute jährt sich der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 zum 73. Mal. An diesem Tag gingen in der DDR etwa eine Million Menschen in fast 700 Orten auf die Straße. Sie forderten Freiheit, Mitbestimmung und demokratische Rechte.
Das Zentrum des Aufstands lag in Ostberlin. Doch auch im Norden der DDR kam es zu Streiks und Protestaktionen – unter anderem in Rostock, Wismar, Stralsund, Schwerin, Grabow, Güstrow und Teterow. Die SED-Führung ließ den Aufstand gewaltsam niederschlagen. Es kam zu Verfolgung, Hausdurchsuchungen und Festnahmen. Mindestens 55 Menschen verloren ihr Leben.
Die Hoffnungen der Demonstrierenden wurden zerschlagen, doch ihr Mut blieb im kollektiven Gedächtnis lebendig. Die Forderung nach Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie, die im Juni 1953 in der DDR öffentlich sichtbar wurde, trugen Bürgerinnen und Bürger 1989 erneut auf die Straße. Der Wunsch nach einem Leben in Freiheit und Rechtsstaatlichkeit führte diesmal zur Friedlichen Revolution, zum Mauerfall und schließlich zur deutschen Wiedervereinigung.
Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 erinnert uns heute daran, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Sie wurde von mutigen Menschen eingefordert, oft unter großem persönlichem Risiko. Dieses Vermächtnis verpflichtet uns, unsere Demokratie zu schützen, sie aufrechtzuerhalten und gemeinsam weiter zu stärken.“
verantwortlich: LSG/SG1/DL/17. Juni 2026
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