Gefunden wurden ebenfalls Pfeilspitzen und eine so genannte Fibel – eine Art Spange mit der sich Gewänder zusammenhalten ließen. In zweieinhalb Metern Tiefe ist zudem ein Steinpflaster freigelegt worden, das nach Einschätzung von Grabungsleiterin Marlies Konze zur Befestigung und Entwässerung der einstigen Wallanlage diente. Im Innenhof des Schlosses wird ein 43 Meter langer begehbarer Versorgungskanal gebaut.
Das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege begleitet das Bauvorhaben von Beginn an. Die Archäologen begleiten die Tiefbauarbeiten und sichern Fundstücke. Schicht um Schicht wird abgetragen. An der tiefsten Stelle werden es 4,60 Meter sein. Sämtlicher Aushub wird auf mögliche Fundstücke durchgeschaut, ehe er abtransportiert wird. Aktuell arbeiten die Archäologen in Sichtweite des Südportals des Schweriner Schlosses und dokumentieren das einst aus Feldsteinen gelegte Pflaster. Auch Stümpfe von Holzpfählen sind zu erkennen. Diese könnten ebenfalls der Stabilisierung des Untergrunds gedient haben. Weitere 1,60 Meter Boden sind in diesem Bereich noch abzutragen.
Gesichert ist die Baugrube durch sieben Meter lange und senkrecht im Boden versenkte Träger, oberirdische Querstreben und eine Holzverkleidung. Sicherheit geht vor. Immer wieder werfen Besucher des Schlossmuseums durch die Fenster des Eingangsbereichs einen Blick auf das Geschehen. Gleiches gilt für die Gäste des Landtagsbistros, das über den Innenhof zu erreichen ist.
Sehen Sie hier ein Video zu den bisherigen Funden.