Vom 4. bis 6. März 2026 unternahm der Agrarausschuss gemeinsam mit dem Rechtsausschuss eine Informationsreise nach Brüssel. Ziel war es, aktuelle europapolitische Themen aus erster Hand zu beleuchten und den direkten Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der europäischen Institutionen zu intensivieren.
Im Mittelpunkt standen unter anderem Fragen der Verwaltungsvereinfachung, die mit Gabriela Tschirkova aus dem Kabinett von Kommissar Valdis Dombrovskis erörtert wurden. Darüber hinaus diskutierten die Ausschussmitglieder mit Christiane Canenbley, Direktorin für Einnahmen und Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) in der Generaldirektion Haushalt, sowie mit dem Europaabgeordneten Norbert Lins – Berichterstatter für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und Schattenberichterstatter für die Verordnung über den Nationalen Regionalen Partnerschaftsplan (NRPP-VO) – und Jan Moritz Klein aus der Ständigen Vertretung (StäV). Im Fokus stand dabei insbesondere der Mehrjährige Finanzrahmen der EU für die Jahre 2028 bis 2034 und dessen
Auswirkungen auf die Agrarpolitik.
Am zweiten Tag tauschten sich die Ausschussmitglieder intensiv mit Klaus Berend, Direktor für Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation in der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, zu Fragen des europäischen Verbraucherschutzes sowie der Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit aus. Ergänzend dazu erhielt der Ausschuss im Gespräch mit Kathrin-Maria Rudolf (GD AGRI) Einblicke in die zukünftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Auch die politischen Prioritäten der europäischen Klimapolitik wurden im Austausch mit Olivia Gippner aus dem Kabinett von Kommissar Wopke Hoekstra thematisiert. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über die Arbeit der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Brüssel sowie deren Rolle bei der Interessenvertretung auf europäischer Ebene. Der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern politischer Stiftungen sowie ein gemeinsames Abendessen mit Europaabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern rundeten das Programm ab.
Insgesamt war die Reise äußerst erkenntnisreich. Der direkte Dialog mit europäischen Institutionen und politischen Entscheidungsträgern ermöglichte vertiefte Einblicke in aktuelle Entwicklungen der EU-Agrarpolitik und unterstrich einmal mehr die Bedeutung einer aktiven Mitgestaltung auf europäischer Ebene.