Anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa am 8. Mai, wurde im Landtag Mecklenburg-Vorpommern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.
Am Morgen nahm die Erste Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern Beate Schlupp an einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal „Die Mutter“ in Raben Steinfeld teil. Im Rahmen des Gedenkens legte sie einen Kranz nieder. Zu Beginn der 132. Sitzung des Landtages erinnerte Landtagspräsidentin Birgit Hesse in einer Rede an die historische Bedeutung des 8. Mai 1945.
In ihrer Rede gedachte die Präsidentin der Millionen Menschen, die von der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt, entrechtet und ermordet wurden – unter anderem der Jüdinnen und Juden Europas, der Sinti und Roma, der politisch Verfolgten, der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der Kriegsgefangenen sowie der Menschen mit Behinderungen. Ebenso gedachte sie der Opfer des Krieges auf allen Seiten – der Soldatinnen und Soldaten ebenso wie der Zivilbevölkerung.
Hesse erinnerte auch an jene, die den Mut und die Kraft aufgebracht hätten, die NS-Diktatur zu überwinden: an die alliierten Soldatinnen und Soldaten, an Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer sowie an Menschen, die sich dem Unrecht widersetzten.
Mit Blick auf die Entwicklung Deutschlands nach 1945 betonte Birgit Hesse, dass die freiheitlich-demokratische Grundordnung eine bewusste Antwort auf die Erfahrungen von Terror, Gewalt und Willkür sei. Demokratie und Freiheit seien keine Selbstverständlichkeiten und müssten immer wieder geschützt und verteidigt werden.
Hintergrund:
Der 8. Mai 1945 markiert die Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Seit 1985 wird das Datum offiziell als „Tag der Befreiung” begangen. Deutschlandweit finden jährlich Gedenkveranstaltungen statt, um an die Opfer zu erinnern.