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Sondermandate des Landtages bei der Ostseeparlamentarierkonferenz

Logo der Ostseeparlamentarierkonferenz © BSPC

Die 35. Ostseeparlamentarierkonferenz (Baltic Sea Parliamentary Conference, BSPC) findet in diesem Jahr vom 30. August bis 1. September unter dem Vorsitz des Landtages Schleswig-Holstein in Lübeck statt. Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern nimmt seit mehreren Jahren eine Reihe von Sondermandaten innerhalb der Ostseeparlamentarierkonferenz wahr. 

Landtagspräsidentin Birgit Hesse verfolgt als BSPC-Berichterstatterin für nachhaltigen Tourismus in der Ostseeregion die nationalen und internationalen Entwicklungen in diesem Bereich. Im Vorfeld der Jahreskonferenz hat sie einen englischsprachigen schriftlichen Bericht vorgelegt, der einen detaillierten Überblick über den aktuellen Stand und die Zukunftsaussichten des nachhaltigen Tourismus im Ostseeraum bietet. Der Bericht zeigt zentrale Entwicklungen und Herausforderungen auf, darunter den Klimawandel, steigende Kosten, digitale Ungleichheit und die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen politische Strategien der EU und der Ostseeregion sowie Interreg-Projekte zu klimafreundlichem, regenerativem, digitalem und ganzjährigem Tourismus. 

Die Ostseeparlamentarierkonferenz hat seit dem Jahre 2002 den Beobachterstatus bei der Helsinki-Kommission zum Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets (HELCOM). Dieses Mandat nimmt derzeit Erste Vizepräsidentin Beate Schlupp wahr und verfolgt die maßgeblichen Aktivitäten der HELCOM-Gremien. Ihr Bericht dokumentiert die langjährige Zusammenarbeit zwischen der BSPC und HELCOM sowie die parlamentarische Unterstützung für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Ostsee. Im Mittelpunkt steht dabei die Umsetzung des Ostseeaktionsplans (Baltic Sea Action Plan, BSAP). Darüber hinaus werden wichtige Entwicklungen in Bereichen wie Biodiversität, Nährstoffeinträge, Meeresschutzgebiete, Verschmutzung und Schifffahrt dargestellt sowie die Vorbereitungen für das HELCOM-Ministertreffen im November 2026 in Warschau erläutert.

Der ehemalige Vorsitzende der BSPC-Arbeitsgruppe für Klimawandel und Biodiversität Philipp da Cunha, MdL, übernahm nach Beendigung des Arbeitsgruppenmandats die Aufgabe des BSPC-Berichterstatters für Klimawandel und Biodiversität. Sein aktueller Bericht untersucht die Fortschritte und Herausforderungen beim Klimaschutz und beim Erhalt der Biodiversität in der Ostseeregion, deren ökologischer Zustand weiterhin kritisch ist. Die Staaten setzten zunehmend auf Klimaanpassung, erneuerbare Energien, moderne Energieinfrastrukturen, wissenschaftliche Forschung und eine stärkere Verankerung von Klima- und Biodiversitätsschutz in ihren nationalen und regionalen Strategien, wobei die Umsetzung regional unterschiedlich voranschreite. Als zentrale Prioritäten werden die konsequente Umsetzung des HELCOM-Ostseeaktionsplans, mehr grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie eine stärkere Beteiligung junger Menschen und der Einsatz neuer Technologien hervorgehoben.

Hier gelangen Sie zu den englischsprachigen Berichten:

 

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